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40 Gegentore sind einfach zu viel für die Rhein-Neckar Löwen
Die Löwen sind so etwas wie der Lieblingsgegner der HSV-Handballer. Im letzten Jahr gelangen den Hanseaten als Aufsteiger bereits zwei Siege. Die Löwen waren gewarnt. Trotzdem verließen die Löwen vor über 6000 Zuschauern, darunter viele HSV-Fußballfans aus der benachbarten Arena, das Parkett wieder als Verlierer.
Keine Ruhe in den Aktionen
Die heimstarken Hamburger legten los wie die Feuerwehr. 3:0 führte die Sieben von Torsten Jansen nach fünf Minuten. Kurz zuvor scheitert Uwe Gensheimer mit einem Siebenmeter an Torwart-Oldie Joachim „Jogi“ Bitter. Es entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spiel, bei dem die Löwen durch ihr Tempospiel wieder in die Spur kamen. Spielmacher Juri Knorr brachte sein Team mit 9:8 erstmals in Führung (14.). Auch ein Drei-Tore Vorsprung durch Niklas Kirkelökke (13:11) brachte keine Ruhe in die Aktionen der Nordbadener.
Casper Mortensen stark
Überhaupt nicht in den Griff bekamen die Löwen den dänischen Linksaußen Casper Mortensen, der bis zur Pause bereits acht Mal traf. Auf auch der Torhüterposition hatten die HSV Handballer durch den überragenden Joachim Bitter mit 17 Paraden Vorteile. Joel Birlehm (12) und David Späth (3) bei seinem Comeback hielten dagegen nur durchschnittlich.
Abwehr nicht aufmerksam genug
Die Gastgeber legten im zweiten Abschnitt durch ihr effektives Spiel sogar noch eine Schippe drauf. Mit Jacob Arenth Lassen (elf Tore) hatten sie einen Spieler auf dem Parkett, der vor den Augen des dänischen Nationaltrainers Nikolaj Jacobsen ein überragendes Match ablieferte. Die zuletzt konsequent zupackende Löwen-Abwehr fand diesmal nicht die geeigneten Mittel. Trainer Sebastian Hinze wechselte am Ende von 6-0 auf 5-1- System in der Deckung. Durch einen Drei-Tore-Lauf kamen Patrick Groetzki und seine Kollegen noch einmal auf drei Tore heran (28:31). Mehr war für den Tabellenzweiten nicht möglich, weil die Hamburger, auch immer wieder von einem frenetischen Publikum angefeuert, nie in ihren Aktionen nachließen. Am Ende blieben die Punkte verdient in der Hansestadt.
Das musste auch Nationalspieler Patrick Groetzki einsehen: „Mit 40 Gegentoren haben wir das Spiel in der Deckung verloren. Unser zuletzt gutes Tempospiel war diesmal nicht erfolgreich. Die Hamburger waren aber auch richtig stark. Lassen, Mortensen und Jogi Bitter haben überragend gespielt“.