Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel 2:5 im Topspiel: Adler Mannheim gegen Ingolstadt völlig von der Rolle

Es war nicht der Tag der Adler Mannheim.
Es war nicht der Tag der Adler Mannheim.

Im DEL-Topspiel gegen Ingolstadt enttäuschen die Adler Mannheim vor 12.593 Zuschauern in der SAP Arena auf ganzer Linie und verspielen die Tabellenführung.

Adler-Verteidiger Lukas Kälble war nach dem Spiel angefressen. „Wir kamen nicht gut genug raus und sind dann den Gegentoren die ganze Zeit hinterhergelaufen. Das müssen wir aufarbeiten“, machte der Nationalspieler seiner Unzufriedenheit Luft. 23 Gegentore in den letzten fünf Spielen zeigen deutlich, dass die Problemzone der Adler zum Ende des Jahres 2025 in der Defensive zu finden ist.

Einziger positiver Höhepunkt am zweiten Weihnachtsfeiertag war eine defekte Bande, deren Austausch sich über dreißig Minuten hinzog und den Beginn des Mittelabschnitts entsprechend verzögerte. Die Fans nahmen die Pause mit viel Humor, stimmten „In der Weihnachtsbäckerei“ an oder tanzten zu Macarena und bejubelten die Eismeister nach getaner Arbeit.

Rein sportlich lag der Weihnachtsbraten den Adlern offenbar schwer im Magen. Denn so schwerfällig wie bereits in den ersten zwanzig Minuten hatte man sie auf heimischem Eis lange nicht mehr gesehen. Gerade einmal 76 Sekunden waren gespielt, da lag die Scheibe bereits zum ersten Mal im Mannheimer Netz. Luke Esposito verlor leichtfertig die Scheibe hinterm Tor, Peter Abbandonato sagte Danke und versenkte den Puck durch die Schoner von Adler-Torhüter Maximilian Franzreb (2.).

Damit war der Ton für das erste Drittel gesetzt. Die Mannheimer, nur drei Tage nach dem berauschenden 8:5-Sieg gegen die Eisbären Berlin nicht wiederzuerkennen, kamen vor allem in der Defensive kaum hinterher, ließen der Ingolstädter Offensive viel zu oft zu viel Zeit. Jakin Smallwoods 2:0 für die Panther sinnbildlich dafür. Ungestört von Adler-Spielern konnte der Stürmer seinen Schuss ausrichten und ins lange Kreuzeck vollenden (7.). Ein erster Funken Hoffnung für die Adler-Fans dann kurz vor der Pausensirene, als Nick Mattinens Schuss von der Latte des Ingolstädter Tores abprallte (20.). Stürmer Yannick Proske verwies zu jenem Zeitpunkt auf die Stärken der Panther:„Sie geben und keinen Raum und lassen uns keine Zeit, das macht es für uns so schwer.“

Die verlängerte Pause schien den Mannheimern aber gutgetan zu haben, die nun endlich aktiv am Spiel teilnahmen, aber immer wieder am überragenden Brett Brochu im Ingolstädter Tor scheiterten. Allein zwischen der 28. und der 35. Spielminute hatten die Adler sieben hochkarätige Chancen, von denen mindestens eine oder gar zwei ein Treffer hätten sein müssen. Die kalte Dusche nach diesem Chancenwirbel folgte dann auf der anderen Seite, als Alex Bretons ungefährlicher Schuss zwischen Franzrebs Beinen hindurch den Weg ins Tor zum 0:3 fand (38.).

Gebürtiger Speyrer beendet letzte Hoffnungen

Ein gebürtiger Speyrer war es dann, der zu Beginn des Schlussabschnitts die letzten Mannheimer Hoffnungen zerstörte. Philip Pretos Schuss von der blauen Linie ging ohne weitere Berührung ins Tor. Auch diese Scheibe hätte ein Franzreb in Normalform sicher abgewehrt (42.).

Nach Abbott Girduckis’ 0:5 gab es sogar erste Pfiffe im weiten Rund zu hören (45.). Matthias Plachtas 1:5 und Nick Mattinens 2:5 kurz vor Ende war nicht mehr als Ergebniskosmetik (57./60.).

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