FCK
2:1-Derbysieg gegen Saarbrücken: Riesenschritt im Abstiegskampf für die Roten Teufel
Riesenjubel am „Betze“. Die Anspannung legt sich. Erleichtert klatschen sich die Spieler des 1. FC Kaiserslautern ab, singen tanzend „Derbysieger, Derbysieger“. Für die Roten Teufel waren es drei ganz wichtige Punkte im Drittliga-Abstiegskampf. Die Lauterer haben Uerdingen überholt, sind als 17. punktgleich mit dem 16. FC Bayern II, der noch knapp über dem Strich steht. Der 1. FC Saarbrücken quittierte einen Dämpfer hinsichtlich der Ambitionen, im Kampf um DFB-Pokal-Platz vier noch ein Wörtchen mitzureden. Die Partie war von taktischen Kniffen und daraus folgenden Umstellungen geprägt. So überraschte FCK-Trainer Marco Antwerpen mit einem 3-4-3. Die Lauterer Dreierabwehrkette der ersten Hälfte funktionierte deutlich besser als die der Gäste.
Erste Chance – erstes Tor
Die erste Torchance im Fritz-Walter-Stadion, wo die Saarbrücker vor allem wegen des disziplinierten FCK-Auftritts nur äußerst selten zu ihrem schnellen Kombinationsspiel fanden, brachte gleich den ersten Treffer. Nach Pass des starken, mit viel Übersicht spielenden Philipp Hercher bediente der ebenso auftrumpfende FCK-Kapitän Jean Zimmer rechts Nicolas Sessa bei dessen Startelfdebüt für den FCK. Sessas Flanke vollendete Daniel Hanslik, der zuletzt stark steigende Tendenz bewies, zum 1:0 (11.). „Wir sind auf gutem Weg, hier am Betze wieder guten Fußball zu spielen“, sagte FCK-Coach Antwerpen erleichtert. Hanslik, schon beim 1:1 in Lübeck erfolgreich, war nun richtig in Torlaune, erzielte im Derby die erneute Führung zum 2:1 (24.).
Dazwischen hatten die Saarländer ausgeglichen – mit der zweiten Chance der Partie. Eine hervorragend mit viel Schwung getretene Freistoßflanke von Anthony Barylla verwertete Manuel Zeitz per Kopf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Der FCS-Kapitän durfte mutterseelenallein im Lauterer Strafraum abspringen und in Ruhe zielen (22.). Wieder einmal kassierten die Lauterer ein Standard-Gegentor – wie so oft in dieser Saison.
Hanslik ist wieder zur Stelle
Doch diesmal machten die Roten Teufel den Nackenschlag nach einem ruhenden Ball schnell wett – und das Saarbrücker Tor blieb wegen Hansliks rasch folgendem 2:1 ohne schwerwiegende Konsequenzen. Das allerdings konnte Antwerpen noch nicht wissen, als er kurz vor der Pause einen mächtigen Wutausbruch bekam. Sein Team hatte sich selbst durch eine Freistoßsituation am eigenen Strafraum erneut in Verlegenheit gebracht. Am Ende spielte das keine Rolle mehr für die Lauterer. Derbysieg und vor allem drei extrem wichtige Punkte im Abstiegskampf waren unter Dach und Fach. Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok war sauer, dass seine Mannschaft in den entscheidenden Momenten nicht präsent war. „Die schlimmste Niederlage für mich, die Mannschaft, den Verein“, sagte der scheidende FCS-Coach.
Konter FCS – Spahic pariert
In der zweiten Halbzeit war die Partie noch stärker von Taktik geprägt. Die ging beim FCK besser auf. Der eingewechselte Anas Bakhat (65.) vergab die Riesenchance zum 3:1. FCK-Torwart Avdo Spahic vereitelte bei einem Konter Saarbrückens Topchance zum 2:2 durch Joker Kianz Froese (75.).
„Am Ende verteidigen wir das gut“, betonte Doppeltorschütze Hanslik, der glücklich-erleichterte Mann des Pfalz-Saar-Derbys am „Betze“.
Kommentar: Rote Teufel auf dem Weg.
Stimmen und Stimmungen: „Ein unfassbares Gefühl“.
So spielten sie
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Rieder, Götze, Senger - Hercher, Sessa (62. Bakhat), Ouahim (77. Sickinger), Zuck - Zimmer (71. Redondo), Pourié (71. Huth), Hanslik
1. FC Saarbrücken: Batz - Barylla, Zeitz, Zellner - - Kerber - Breitenbach (33. Uaferro), Jänicke, Perdedaj (46. Jacob), Sverko - Gouras (62. Mendler), Shipnoski (73. Froese)
Tore: 1:0 Hanslik (11.), 1:1 Zeitz (22.), 2:1 Hanslik (24.) - Gelbe Karten: Sessa, Hanslik (2) - Zeitz (5), Uaferro (6) - Beste Spieler: Hanslik, Senger, Hercher, Zimmer - Jänicke, Zeitz - Schiedsrichter: Schröder (Hannover).
