Fussball
1. FC Saarbrücken will Tabellenführer ärgern
Fünf Zähler haben die Saarländer in den beiden Heimpartien jüngst verschlampt. Manch einer hatte sicherlich erhofft, die Blau-Schwarzen dürften als sechsfacher Seriensieger nach Sachsen reisen, um den Dynamos nun noch näher auf den Pelz zu rücken. Lukas Kwasnioks Ärger über das Remis gegen den KFC Uerdingen und die bittere 1:2-Pille am Mittwoch gegen den FSV Zwickau aber ist verraucht. Und so rückte der Coach vorm Spieltag noch mal die Dimensionen zurecht. „Für manche hier scheint es ganz normal zu sein, dass wir Vierter sind.“ Für ihn nicht. Vielmehr sei es überraschend und daher einfach großartig, was seine Mannschaft bislang geleistet habe.
Von lautstarkem Tribünen-Genörgel genervt
Geärgert hat sich Kwasniok über das Gebrüll eines „Dauerbeschallers“ auf der Haupttribüne. Als Urheber war – unschwer ob der spärlichen Anzahl offizieller Zaungäste – ein FCS-Verantwortlicher identifiziert worden. Der Funktionär hatte Verbalattacken gegen Team und Trainer geritten. „Fans dürfen das ...“, meinte die Zielscheibe auf der Bank vielsagend.
Auch dieser Zorn aber ist verraucht. Jetzt gilt es, die mit 54 Punkten das Liga-Tableau anführenden Dynamos zu piesacken. „Gefühlt ist jeder über 1,90 groß“, beschrieb Kwasniok die Wucht des Absteigers, den er als Aufsteiger Nummer eins ansieht. Im Hinspiel hat der FCS triumphiert – dank der beiden Treffer auf den letzten Drücker von Nicklas Shipnoski (45.+1) und Sebastian Jacob (90.+1). Die zwei Offensivwaffen hatten zuletzt hilflos zusehen müssen.
Jacob, gegen Zwickau immerhin als (erfolgloser) Joker gekommen, dürfte in die Startelf zurückkehren. Shipnoski fällt laut offizieller Sprachregelung wegen Zerrung weiter aus. Was nicht ausschließt, dass ihn Kwasniok aus dem Hut zaubert. Zumal Maurice Deville dauerkriselt, trotz Stürmerflaute nur sporadisch zum Zuge kam, während Kollege Minos Gouras seine Chance beim Schopf gepackt hat.