Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht

Traf zweimal für die Eulen: Mex Raguse, dem sich hier Florian Mohr vom TV Großwallstadt entgegenstellt.
Traf zweimal für die Eulen: Mex Raguse, dem sich hier Florian Mohr vom TV Großwallstadt entgegenstellt.

Die Eulen Ludwigshafen kassieren in der Zweiten Liga die nächste Niederlage. Beim TV Großwallstadt heißt es 29:32. Und wieder geht in der ersten Halbzeit fast gar nichts.

Das gibt es doch nicht. Schon wieder. Es war wie am vergangenen Sonntag im Zweitliga-Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen (30:36). Wieder zeigten die Eulen Ludwigshafen in der ersten Halbzeit eine desolate Leistung – 10:19. Wieder besannen sie sich, wieder starteten sie eine Aufholjagd, die durch den einen oder anderen vermeidbaren Fehler abermals nicht gekrönt wurde. „Ich habe zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen, von beiden Mannschaften. Ich habe noch keine Erklärung für die erste Halbzeit. Wir haben elf Minuten kein Tor gemacht. Wir hatten das Gefühl: Heute klappt nichts, was klappen soll. Großwallstadt hat uns brutal bestraft“, sagte Eulen-Trainer Johannes Wohlrab.

Aufholjagd gestoppt

Was wäre gewesen, wenn? In der 45. Minute scheiterte Linksaußen Kian Schwarzer, es wäre das 22:20 gewesen, die Eulen waren jetzt richtig in Schwung. Danach gingen die Köpfe etwas nach unten. Großwallstadt wackelte in der Phase, doch drei Tore in Folge beendeten die Aufholjagd der Eulen, die in den zweiten 30 Minuten ein ganz anderes Gesicht zeigten. Wie Tag und Nacht. Drei Tore in Folge – 25:19. In der Phase, in der die Gäste Großwallstadt im Schwitzkasten hatten, schlichen sich wieder Fehler und Unzulänglichkeiten ein. Nach der Pause setzte das Team die Gastgeber mit einer offensiven, nun aggressiven 5:1-Deckung unter Druck, aber es reichte nicht mehr trotz der fantastischen Unterstützung durch die lautstarken Fans. Die Hypothek war zu groß.

Denn: Erneut legten die Eulen in den ersten 30 Minuten einen katastrophalen Auftritt hin. Sie sahen vor 1367 Zuschauern in der Untermain-Halle kein Land. Das war gar nichts. Nach 24 Minuten standen gerade Mal fünf Tore auf der Anzeigetafel für die Gäste, elf Minuten lang kamen die Eulen zu keinem Torerfolg. Erst Alexander Falk beendete den Spuk.

Schwarzer trifft zwölfmal

Unweit des Mains hatten die Spieler kein Zielwasser getrunken, kein Akteur im Angriff erreichte da Normalform. Und die Abwehr? Löchrig, die Torhüter Ziga Urbic und Mats Grupe fanden nicht ins Spiel, die Großwallstädter spielten es geduldig, fanden immer wieder die Lücken. Und durch die vielen Fehler im Angriff gelangten sie zu vielen leichten Toren bei Gegenstößen. Kian Schwarzer kam am Ende auf zwölf Tore, Alexander Falk und Maximilian Haider schossen je vier Tore.

„Wir haben eine fantastische erste Halbzeit gespielt. Da hat wirklich alles gepasst. Wir haben die ganze Woche hart gearbeitet an der Abwehr. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, bilanzierte Großwallstadts Trainer Michael Roth. Das war der vierte Heimsieg der Mainfranken.

Die Eulen haben nun 6:6 Punkte, und am Montag in einer Woche steht das nächste Auswärtsspiel beim VfL Lübeck-Schwartau an. Der Blick in der Tabelle muss auch nach unten gehen.

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