Fußball Nach Gerücht um Milan-Job: Rangnick verlängert in Österreich

Ralf Rangnick
Er bleibt dabei: Ralf Rangnick bindet sich vertraglich bis 2028 an den ÖFB. (Archivbild)

Ralf Rangnick bleibt Österreichs Teamchef – trotz eines Berichtes über ein Angebot des italienischen Topclubs AC Mailand. Der Verband verrät Details zum Vertrag mit dem ehemaligen Bundesliga-Coach.

Santa Barbara (dpa) - Teamchef Ralf Rangnick wird auch nach der Weltmeisterschaft die österreichische Fußball-Nationalmannschaft trainieren. Der 67 Jahre alte Coach soll die Österreicher zur Europameisterschaft 2028 führen, wie der Verband mitteilte. Bei einer erfolgreichen Qualifikation für die EM in Großbritannien und Irland verlängert sich Rangnicks Vertrag automatisch für das Turnier.

«Ich habe von Anfang an gesagt, dass für mich die Geschichte Vertragsverlängerung eine Grundsatzentscheidung ist, wo viele Faktoren eine Rolle gespielt haben. Auch der Umstand, wer von meinem Trainerteam weiter zur Verfügung steht», sagte Rangnick nach Verbandsangaben.

«Alles, was in den letzten vier Jahren hier passiert ist, ist mindestens zu 50 Prozent dem gesamten Betreuerteam zu verdanken», meinte der kurz vor der EM 2024 vom FC Bayern umworbene Coach. Nun entschied er sich erneut für Österreich: «Ich kann jetzt hier sitzen und mit einem richtig guten Gefühl sagen, dem Nationalteam auch nach der WM erhalten zu bleiben.»

Seit 2022 Österreichs Teamchef

Rangnick ist seit Sommer 2022 Teamchef des Austria-Teams und qualifizierte sich mit der Alpenrepublik für die EM 2024 und die aktuelle WM. Diese beginnt für die ÖFB-Elf, die in Santa Barbara (Kalifornien) quartiert, am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr (MESZ) gegen Jordanien (ZDF und Magenta TV).

«Ich freue mich sehr, dass wir unseren Fans kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft diese großartigen Nachrichten präsentieren können», sagte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll laut einer Mitteilung. «Die nun geschaffene Klarheit ist insbesondere für die Mannschaft von großer Bedeutung.»

Sponsoren helfen bei Finanzierung

Dank einiger Sponsoren habe der ÖFB seinem Teamchef «ein attraktives und wirtschaftlich darstellbares Gesamtpaket für die kommenden zwei Jahre geschnürt». Angaben zu den Vertragsdetails machte Pröll nicht, er sagte aber: «Klar ist, dass der ÖFB finanziell nicht mit internationalen Spitzenclubs konkurrieren kann. Es waren, und das möchte ich ausdrücklich betonen, auch andere Faktoren, die Ralf Rangnick überzeugt haben.»

Zuletzt war der frühere Bundesliga-Trainer mit dem italienischen Traditionsclub AC Mailand in Verbindung gebracht worden, soll dem Club aus der Serie A laut der italienischen Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» aber abgesagt haben. «Dass er sich für Österreich und sein Team entschieden hat, zeigt, welchen Stellenwert dieses Projekt für ihn hat. Es ist für ihn eine echte Herzensangelegenheit», meinte Pröll.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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