FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Der Kurzurlaub-Deal des Patrick Fischer

Nach dem Abpfiff: Die FKP-Mannschaft feiert den Sieg und den Regionalliga-Verbleib.
Nach dem Abpfiff: Die FKP-Mannschaft feiert den Sieg und den Regionalliga-Verbleib.

Der FK Pirmasens kann nach dem verdienten 2:0 gegen Aalen nicht mehr aus der Regionalliga absteigen.

Patrick Fischer, der Trainer des FK Pirmasens, traf mit seinen Spielern vor der Partie gegen den VfR Aalen folgende Abmachung: Gelingt ein Sieg, gibt es drei Tage frei. Die Zusatz-Motivation hatte den gewünschten Effekt. Die über 90 Minuten äußerst engagierten und zweikampfstarken Pirmasenser schlugen die Vollprofis von der Schwäbischen Alb verdient mit 2:0 (2:0), können nun nicht mehr absteigen – und sehen sich daher erst am Mittwoch wieder.

Wolfs setzt Früh-Training an

Auch Aalens Coach Uwe Wolf hätte seinem Team einen dreitägigen Kurzurlaub gewährt, nahm davon aber nach dem Abpfiff Abstand. „Der Gegner hat mehr Mentalität an den Tag gelegt. Bei uns fehlt mir der Wille, das unbedingt schaffen zu wollen“, stellte der aus der Pfalz stammende Ex-Bundesligaverteidiger nach der zweiten Niederlage im neunten Spiel unter seiner Regie fest. Wolf: „Deshalb trainieren wir am Sonntagmorgen um 6 Uhr, die Spieler müssen um 5 Uhr da sein. Dann kann man Muttertag feiern.“

2:0 nach 17 Minuten

Der FKP erwischte einen Traumstart. Dennis Krob nahm in der dritten Spielminute kurz vor Aalens Strafraum Alessandro Abruscia den Ball ab, passte zu Dennis Chessa, der noch Tim Grupp elegant umkurvte – 1:0. In der 17. Minute erhöhte Luka Dimitrijevic mit einem von Chessa herausgeholten Freistoß aus 25 Metern auf 2:0. Sein satter Schuss hätte VfR-Keeper Matthias Layer ohnehin vor Probleme gestellt, wurde aber noch unhaltbar abgefälscht. „Die ersten 20 Minuten waren richtig gut“, sagte Dimitrijevic.

Zimmers Impfpause

Die restlichen 70 Minuten waren auch gut, weshalb Trainer Fischer „nichts zu kritisieren“ hatte. Sehr stark die Außenverteidiger Sascha Hammann und Manuel Grünnagel sowie Sechser Daniel Bohl, die fast alles abräumten. Etwas Spielglück kam hinzu, als Oliver Oschkenats scharfe Hereingabe an allen Spielern vorbeiflutschte (27.). Einmal parierte FKP-Keeper Benjamin Reitz klasse gegen den vom Pirmasenser im VfR-Team, Kai Merk, freigespielten Mark Müller (54.). Verteidiger Moritz Zimmer fehlte, da er, so Fischer, „nach seiner Impfung Fieber und Schüttelfrost gehabt“ habe.

SO SPIELTEN SIE

FK Pirmasens: Reitz - Grünnagel (89. Eichhorn), Grieß, Frisorger, Hammann - Becker, Bohl, Neufang (79. Hecker) - Dimitrijevic (79. Schmitt), Krob (70. Neofytos), Chessa (89. Bürger)

VfR Aalen: Layer - Stanese, Grupp, Windmüller - Volz, Hoffmann (74. Sakai), Abruscia, Oschkenat (56. Senger) - Ramaj, Merk (62. Barini), Müller

Tore: 1:0 Chessa (3.), 2:0 Dimitrijevic (17.) - Gelbe Karten: Frisorger, Grieß, Hammann - Abruscia - Beste Spieler: Hammann, Grünnagel, Bohl - Windmüller - Schiedsrichter: Schlosser (Mainz).

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