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Montag, 30. April 2018 Drucken

FCK

Puzzeln am FCK der Zukunft

FUSSBALL: Nach dem Abstieg löst sich der aktuelle Kader in seine Bestandteile auf – Kampf um die Drittliga-Lizenz

Von Oliver Sperk & Horst Konzok

Trost für die Lauterer Nummer eins: Marius Müller leidet nach dem Abstieg seines Herzensvereins.

Trost für die Lauterer Nummer eins: Marius Müller leidet nach dem Abstieg seines Herzensvereins. ( Foto: KUNZ)

Der 1. FC Kaiserslautern ist nur noch drittklassig. Auflagen und Bedingungen zur Lizenzerteilung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) müssen noch erfüllt werden.

Michael Frontzeck (54), dessen Vertrag bis 30. Juni 2019 läuft, wird auch in der Dritten Liga FCK-Trainer sein. Seine Mannschaft löst sich in ihre Bestandteile auf, von den Stammkräften steht nur Halil Altintop (35) weiter unter Vertrag. Mit den Unterschriften der Torhüter Jan-Ole Sievers (23) und Lennart Grill (19) wird gerechnet.

Spielersuche auf Hochtouren

 

Sportvorstand Martin Bader ist in diesen Tagen nur schwer an die Strippe zu bekommen. Das Besetztzeichen signalisiert: Die Spielersuche läuft auf Hochtouren. Berater werden kontaktiert, die angeschobenen Gespräche können jetzt, nachdem traurige Gewissheit herrscht, finalisiert werden. 22 Profis plus drei Torhüter sollen – vermutlich am 10. oder 11. Juni – beim FCK die Arbeit aufnehmen. Der Coach will eine sechswöchige Vorbereitung mit zwei Trainingslagern, einem in der Region, einem in Zams in Tirol. Sechs bis acht Profis der aktuellen Mannschaft sollen dann noch dabei sein. Ganz oben auf der Wunschliste neben dem allerdings erst zum Jahresende wieder spielfähigen Brandon Borrello sind die Mittelfeldhoffnungen Gino Fechner (20) und Nils Seufert (21) und Stürmer Torben Müsel (18). Marcel Correia, bald 29, signalisierte in einem Interview Bereitschaft, das Projekt Wiederaufstieg mit angehen zu wollen.

 

Phillipp Mwene, der Fans, Trainer und Sportchef so viel Freude macht, würde auch dem neuen FCK gut zu Gesicht stehen. Der 24-Jährige aber wird sicher in der Zweiten Liga, vielleicht auch in der Bundesliga, einen Klub finden. „Wir wollen uns erhobenen Hauptes verabschieden“, sagt Mwene mit Hinblick auf das letzte Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim und den Auswärts-Abschluss eine Woche später beim FC Ingolstadt. Mwene allerdings fehlt gegen Heidenheim nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrt.

Auch Moritz geht

 

Gehen wird auch Christoph Moritz. „Es tut einem so unendlich leid für den Verein und die Leute drumherum. Die Fans leben mit und haben ein feines Gespür. Vorige Woche gegen Dresden haben wir ein Drecksspiel abgeliefert, da hatten wir die Pfiffe verdient. In Bielefeld haben wir bis zum Schluss alles probiert, haben so nach 85 Minuten dann komplett aufgemacht, sind volles Risiko gegangen, waren aber am Ende nicht erfolgreich. Fabian Klos hat dann den Unterschied gemacht. Die letzten fünf Minuten waren ein bisschen ein Essay unserer Saison. Wir haben vieles probiert, waren aber im entscheidenden Moment nicht effektiv genug“, analysiert Moritz, der seit Daniel Halfars Ausfall die Kapitänsbinde trägt. „Mit dem FCK von der Zweiten in die Dritte Liga abgestiegen zu sein, das will keiner in seiner Sportler-Vita stehen haben“, betont Moritz enttäuscht. „Wir hatten auch viel zu viele Rote Karten in dieser Saison, die uns gefühlt viel zu viele Punkte gekostet haben!“

Probleme in der Defensive

 

„Die Offensive war nicht mehr unser Problem, wir haben zuletzt genügend Tore geschossen. Wir hatten Probleme mit der defensiven Struktur“, analysiert FCK-Sportdirektor Boris Notzon mit Blick auf die halsbrecherische Anfälligkeit. „Es war auch durch die Sache mit Jeff ein sehr emotionales Jahr, in das auch aus der Vergangenheit sehr viel mithineingenommen wurde“, sagt Notzon mit Blick auf den wegen Herzrhythmusstörungen ausgeschiedenen Ex-Trainer Strasser, dessen Vertrag mit dem Abstieg endet. Knackpunkte waren für Notzon auch die in der Rückrunde verlorenen „Sechs-Punkte-Spiele in Aue und Fürth“.

 

„Wir haben viel Potenzial aufgebaut, was wir am Ende aber verkaufen mussten, dadurch konnte im Spielerkader in den vergangenen Jahren auch keine personelle Kontinuität reinkommen“, erläutert Notzon. Bei den bewusst wegen ihres „Stallgeruchs“ zurückgeholten Marcel Correia, Giuliano Modica und Benny Kessel habe auch er „eine andere Erwartungshaltung gehabt im Hinblick auf das, was dabei rauskommt“, räumt Notzon ein, „wobei die Trainer hinten rechts mit den Optionen Benny Kessel und Phillipp Mwene durchaus zufrieden waren“.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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