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Mittwoch, 21. November 2018 Drucken

FCK

Der FCK braucht Ruhe, Punkte und Erfolg

Von Horst Konzok

FCK-Aufsichtsratschef Patrick Banf. (Foto: Kunz)

15 Spiele sind gespielt. Die Hinrunde endet für den 1. FC Kaiserslautern am 15. Dezember in Meppen, der Rückrundenstart folgt eine Woche später bei den Münchner „Löwen“. 15 Punkte werden 2018 noch vergeben, augenblicklich hat der FCK 20, steht auf Platz neun im 20 Mannschaften zählenden Drittliga-Klassement: sechs Punkte hinter Aufstiegsrang zwei, drei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. „Genau in der Mitte“, sagt Patrick Banf, der den Aufsichtsrat seit dem 7. Dezember 2017 mit Beharrlichkeit und ruhiger Hand führt.

Der FCK strebt den Wiederaufstieg an – eine Herkulesaufgabe nannte das der Trainer nach der „Totalrasur“, die dem schmachvollen Abstieg folgte, der mit diesem Kader hätte nie passieren dürfen. Die „Meierei“ bekam dem FCK nicht. Die Ausbeute von Jeff Strasser – zehn Spiele, zehn Punkte – war dürftig. In den 15-Frontzeck-Spielen war der FCK Vierter, verlor aber die Sechs-Punkte-Spiele in Fürth und Aue. Die Quittung: Dritte Liga!

Puzzleteile passen noch zu selten zusammen

Michael Frontzeck puzzelt mit 18 Neuen an der Mannschaft der Gegenwart. Er sieht „eine Entwicklung“, muss aber zugeben, „dass wir zu wenig Punkte geholt haben“. Klar: Da sind die drei Remis in Zwickau und Jena sowie daheim gegen Fortuna Köln, wo aus den unterschiedlichsten Gründen in den Schlussminuten entscheidende Gegentore kassiert wurden. Der FCK müsste sechs Punkte mehr auf dem Konto haben. Der Ausfall von Lukas Spalvis, als Torgarant und Stürmer Nummer eins eingeplant, wiegt schwer. Timmy Thiele hat zuletzt viele Chancen vertan, ihm fehlt das Spielglück. Das ideale System ist auch noch nicht gefunden. Im 4-4-2 passen die Puzzleteile noch zu selten zusammen. In der Zentrale sind Mads Albaek und Gino Fechner sehr artgleich. Zwei Ballbesitzliebhaber, die sich gerne tief anspielen lassen, aber kaum Torgefahr ausstrahlen. Besinnt sich Jan Löhmannsröben auf seine konsequent-rustikal-kompromisslose Geradlinigkeit, tut er dieser Mannschaft gut. Theo Bergmann, wie Hendrick Zuck gut bei Standards, steht für kreative Momente, ist aber mehr Zehner als ein zweiter Neuner. Das könnte Julius Biada können. Könnte ... Oder aber eben Christian Kühlwetter. Den gelernten Stürmer vom Flügel als Nebenmann zu Thiele in die vordere Reihe zu rücken – es ist einen Versuch wert. Am Flügel könnten dann Christoph Hemlein und Zuck, oder auch der unberechenbare Florian Pick wirbeln.

„Es ist eine schwierige Phase, aber die nächsten zwei Spiele sind entscheidend. Da müssen wir punkten“, fordert Aufsichtsratschef Banf. Er setzt auf Geduld, nicht auf Aktionismus. Er mag sich nicht in einer Trainerdebatte aufreiben. „Meine Aufgabe ist, Ruhe im Verein zu halten. Das kostet Kraft“, sagt Banf: „Wir werden mit der Last der letzten zehn Jahre noch gut fünf Jahre zu tun haben, ehe wir über dem Berg sind. Die nächsten 18 Monate sind entscheidend!“

Am Sonntag (14 Uhr) kommt der SV Wehen Wiesbaden. Das Muss ist allgegenwärtig.

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