3. Fußball Liga
SV Waldhof verpatzt den Neustart
„Wir waren heute nicht gut“, kommentierte Bernhard Trares die 1:2 (0:1)-Heimschlappe. Der Coach der Mannheimer wollte klarstellen, dass seine folgende Kritik nicht von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenken sollte. Aber der Fußballlehrer wollte doch noch etwas loswerden.
„Das war jetzt der zehnte Elfer, den wir diese Saison nicht bekommen“, klagte Trares und sah sich die strittige Situation noch einmal im TV an. Maurice Deville hatte einen Stoß in den Rücken bekommen, als er in der 25. Minute fünf Meter vor dem Tor zum Kopfball hochsteigen wollte.
Schiedsrichter verweigert Elfmeter
„Mehr Elfmeter geht nicht, das habe ich dem Schiedsrichter auch gesagt“, erklärte der Außenbahnspieler des SVW. Allein – der Frankfurter Unparteiische Jonas Weickenmeier bewertete die Situation anders und ließ weiterspielen. Einen Elfmeter, der das 1:0 für die Waldhöfer hätte bedeuten können, gab es also nicht und weil Arianit Ferati in der 27. Minute alleine vor dem gegnerischen Tor ebenfalls nicht zur Führung für die Mannheimer traf, gelang es dem SVW nicht, die Partie zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf zu stellen.
In der ersten halben Stunde nämlich waren die Uerdinger klar besser, weil viel wacher und körperlicher präsenter. „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um reinzukommen. Wir mussten uns an die Atmosphäre erst gewöhnen“, sagte der Mannheimer Mittelfeldspieler Marco Schuster. Vor allem der schnelle Stürmer Osayamen Osawe stellte die Waldhöfer immer wieder vor Probleme – und traf in der 33. Minute deshalb wenig überraschend zum verdienten 1:0 für die Gäste.
Trares hadert erneut
Nach der Pause waren die Mannheimer bissiger, doch es sollte nicht mehr reichen, die Partie zu drehen. Das lag nicht zuletzt daran, dass Weickenmeier in der 64. Minute noch eine Entscheidung fällte, die auf wenig Verständnis der Blau-Schwarzen traf. Nach einem Eckball attackierte Jan Kirchhoff SVW-Keeper Timo Königsmann im Fünf-Meter-Raum und traf unmittelbar darauf – der Schlussmann lag noch am Boden – zum 2:0. „Das wird doch normalerweise als Foul gewertet“, sagte Trares, der anfügte: „Mit einem 0:2 wird es natürlich schwer.“
Für Spannung sorgten seine Spieler trotzdem noch, denn Stürmer Kevin Koffi traf in der 69. Minute nach Vorarbeit von Mounir Bouziane zum 1:2 – beide Akteure waren zuvor eingewechselt worden. Die verzweifelten Versuche der Mannheimer, den Ausgleich zu erzielen, scheiterten anschließend aber allesamt, weil die Uerdinger ihren Strafraum geschickt verteidigten.
SV Waldhof Mannheim: Königsmann - Marx, Schultz, Conrad, Hofrath (60. Gouaida) - Schuster, Christiansen (82. Dos Santos) - Deville (60. Bouziane), Gianluca Korte, Ferati (82. Celik) - Sulejmani (53. Koffi)
KFC Uerdingen: Vollath - Barry (82. Großkreutz), Lukimya, Kirchhoff (70. Maroh), Dorda - Matuschyk – Daube (46. Kinsombi), Mbom - Ibrahimaj (60. Rodriguez) - Osawe, Boere (82. Pflücke)
Tore: 0:1 Osawe (33.), 0:2 Kirchhoff (64.), 1:2 Koffi (69.) - Gelbe Karten: Schultz - Großkreutz, Barry, Ibrahimaj - Beste Spieler: Schuster, Schultz - Osawe, Lukimya - Schiedsrichter: Weickenmeier (Frankfurt).