Handball
Eulen Ludwigshafen verlierten erneut: Trainer vermisst die führende Hand
Die Eulen Ludwigshafen kommen in der Zweiten Handball-Bundesliga nicht voran. Das 30:31 (14:16) gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Samstagabend war die vierte Niederlage in Folge für die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab. Die Enttäuschung bei den über 1600 Zuschauern in der Eberthalle war groß.
In den Punkten Moral und kämpferische Einstellung war der bis in die Schlusssekunden engagierten Eulen-Sieben kein Vorwurf zu machen. Das sah auch Trainer Wohlrab so: „Die Mannschaft wollte ja unbedingt vor den eigenen Fans gewinnen. Aber die vielen technischen Fehler haben uns am Ende mit das Genick gebrochen. Außerdem habe ich in der entscheidenden Phase eine führende Hand auf dem Feld vermisst.“
Nach sieben Minuten hieß es durch Linksaußen Lasse Seidel schon 4:1 für die Gäste. Langsam kamen die Hausherren besser ins Spiel. Ihre erste Führung erzielte Kreisläufer Tom Bergner zum 8:7 (14.). Schwach war die Leistung von Torwart Ziga Urbic, der bis zu seiner Auswechslung gerade mal zwei Bälle parierte. Das ist für die Zweite Bundesliga einfach zu wenig. Ab der 27. Minute schickte Coach Wohlrab den jungen Mats Gruppe ins Gehäuse. Er machte es mit acht Paraden besser.
Plötzlich führen die Gäste 28:26
Nordhorn kam nach der Pause mit großem Schwung ins Spiel. Ehe Vize-Kapitän Jannek Klein und seine Kollegen richtig Position bezogen, lag die Eulen-Truppe erstmals mit vier Toren zurück (14:18). Hinzu kam die frühe zweite Zeitstrafe (34.) für Abwehrchef Julius Meyer-Siebert. Wie gut, dass man einen Mex Raguse im Team hat. In Unterzahl erzielte der Draufgänger den 18:18-Ausgleich. Auch die nächsten beiden Tore aus dem Rückraum gingen auf sein Konto. Im Tor steigerte sich jetzt Gruppe, die Eulen konnten das Spiel nun offen gestalten. Ein Schmankerl fürs Auge war das 23:24 durch Jannek Klein. Per Kempa-Trick netzte der Halbrechte ein.
Noch mal Klein und Alexander Falk per Gegenstoß sowie von außen sorgten wieder für die Führung (26:24). Ruhiger wurden die Aktionen trotzdem nicht. Die Abwehr zeigte sich immer wieder löchrig. Und plötzlich führten die Gäste 28:26. Jannek Klein verkürzte mit seinem sechsten Treffer 80 Sekunden vor Schluss noch auf 29:30.
Es passte am Ende aber ins Bild, dass Kian Schwarzer mit seinem Siebenmeter scheiterte und der gute Mex Raguse beim Nachwurf auch nicht traf. „Wir wollten in der entscheidenden Phase zu viel. Leider ging der Schuss nach hinten los“, sagte der acht Mal erfolgreiche Torjäger.