Handball
Starkes Spiel der Eulen Ludwigshafen
Mit dem Sieg vor 1365 Zuschauern gegen den ASV Hamm-Westfalen sprangen die Eulen auf den dritten Platz in der Zweiten Liga, sie haben nun 8:4 Punkte. 8:4 Punkte, das war die Ansage von Trainer Johannes Wohlrab.
Die ersten 30 Minuten waren wieder nichts für schwache Nerven. Was für ein aufregendes Spiel, was für ein Auf und Ab, was für eine Berg- und Talfahrt! Zur Halbzeit führten die Eulen mit 15:10. Nötig war dafür eine Energieleistung. Sie gingen nicht den geraden, den einfachen Weg.
Immer wieder Grupe
Die ersten zehn Minuten, sie waren bestechend. Die Gastgeber führten 6:1, da klappte fast alles. Schon da in klasse Form: Torhüter Mats Grupe, der einen schwierigen Ball nach dem anderen abwehrte. „Grupe, Grupe, Grupe“ – die Eulen-Fans feierten ihren Keeper. ASV-Trainer Michael Hegemann zog die Notbremse, nahm früh die erste Auszeit.
Danach lief es besser bei seiner Mannschaft, die ohne den Top-Halbrechten Tom Jansen spielen musste. Bis zum 8:4 waren die Eulen noch am Drücker, dann lief nicht mehr viel. Hamm gelang ein 5:0-Lauf, die Partie war wieder offen. Tim Schaller mit einem Siebenmeter beendete die schwache Phase. Kurz darauf der Aufreger der ersten Halbzeit: ASV-Spieler Fabian Huesmann warf einen Siebenmeter an den Kopf des eingewechselten Ziga Urbic – klare Sache, Rote Karte in der 23. Minute.
Raguse Dreh- und Angelpunkt
Da stand es 10:9 – und das Eulen-Spiel nahm gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal richtig Fahrt auf. Das Team profitierte auch von der Zwei-Minuten-Strafe für Jonas Stüber, den Bruder des Eulen-Kreisläufers Freddy Stüber. Das schönste Tor vor der Pause warf Mihailo Ilic nach einem großartigen Anspiel von Mex Raguse, der nach seiner Handverletzung aus der Partie beim TV Großwallstadt wieder fit war, viermal traf, Dreh- und Angelpunkt war, sich jedoch das eine oder andere Fehlabspiel zu viel leistete.
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts dominierten die Eulen, wieder profitierten sie von der einen oder anderen Zwei-Minuten-Strafe für die Gäste. Das Bruder-Duell ging klar an den vier Jahre älteren der Stüber-Jungs. In der zweiten Halbzeit erzielte Freddy Stüber sechs blitzsaubere Tore. Er wurde exzellent von Mex Raguse und Sebastian Trost eingesetzt. „Es war ein richtig gutes Spiel. Am Ende der englischen Woche konnten wir die Spielanteile auf mehrere Schultern verteilen“, sagte Freddy Stüber.
Sturm und Drang
Sturm und Drang in der Friedrich-Ebert-Halle – wie beim Kontertor von Kian Schwarzer nach einem Pass von Alexander Falk. Zweimal betrug der Vorsprung acht Tore, die Eulen kamen nicht mehr in Bedrängnis, wenn der ASV Hamm auch ein wenig verkürzen konnte. „Wir haben 60 Minuten eine gute Abwehr gestellt“, resümierte Coach Johannes Wohlrab.
Und am Ende lief Mats Grupe, der Mann des Abends, noch einmal zu großer Form auf, hielt die Würfe von Yonatan Dayan, Jonas Stüber und dreimal von Ole Machner. Und noch einmal feierten ihn die Fans, und auch bei der „Humba“ stellte ihn Vorsänger Kian Schwarzer in den Vordergrund. „Ich freue mich über die Leistung. Wichtiger war, dass wir zu Hause mit plus fünf Toren gewinnen konnten“, sagte der Torhüter. Er kam auf über 40 Prozent gehaltener Bälle.