Handball Nach Katastrophen-Start reißen die Rhein-Neckar Löwen das Ruder noch herum
„Ich wusste seit ein paar Tagen, dass Edwin Aspenbäck verletzt ist. Dann muss ich eben mehr Verantwortung übernehmen“, sagte Lukas Sandell von den Rhein-Neckar Löwen. Und wie er das tat. Beim 32:30 (13:17)-Sieg gegen TBV Lemgo Lippe erzielte der Rückraumspieler 13 Tore.
Dabei ging es gegen den Tabellenvierten der Handball-Bundesliga vor 9408 Zuschauern katastrophal los. Tim Suton, in der Jugend selbst ein paar Monate für die Löwen am Ball, gelang nach 13 Minuten das 8:2. Allein Löwen-Torwart David Späth verhinderte einen noch höheren Rückstand. „Gegen so eine Mannschaft darf das einfach nicht passieren“, kritisierte Trainer Maik Machulla. Aber sein Team biss sich rein, Sandell erzielte vier Tore in Folge zum 9:12 (21.) So blieb der Rückstand zur Pause im Rahmen. „Das ist, gerade mit diesem Publikum, doch schnell aufzuholen“, sagte Machulla.
Lob an die Mannschaft
Die Rhein-Neckar Löwen ließen die Ostwestfalen nicht davonziehen, nach 35 Minuten stand es 18:18, wenig später allerdings wieder 18:21. Aber sie hatten ja Sandell, der vor Spielfreude nur so sprühte. Er gab das Lob an seine Kollegen weiter: „Natürlich macht es großen Spaß, Tore zu erzielen. Aber wichtiger ist die Mannschaft“, sagte der 29-jährige Schwede. Als es 23:26 stand, wurde die Partie endgültig zu Sandell-Festspielen, die SAP-Arena immer lauter. Fünf Minuten vor dem Ende machte er den 28:28-Ausgleich, eine Minute später die Führung und ließ noch zwei weitere Tore zum Endstand folgen.
„Es war hart umkämpft. Der Sieg ist auch für die Moral in der Kabine sehr wichtig, damit wir wissen, auch mit sechs Toren Rückstand ein Spiel noch drehen zu können. Ich bin einfach glücklich“, sagte der Matchwinner.
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