Fussball
FV Dudenhofen offensiv zu schwach, Arminia Ludwigshafen mit internen Querelen
Er kam, sah und traf: Jamal Willrich schoss den FC Emmelshausen-Karbach 23 Sekunden nach seiner Einwechslung nach Vorarbeit von Dylan Esmel in Führung. Vier Minuten vor Schluss legte Top-Joker Willrich den Ball perfekt für Torjäger Max Wilschrey auf, der den 2:0 (0:0)-Sieg der neuen Spielgemeinschaft beim FV Dudenhofen perfekt machte. „Rein zu kommen und zu treffen, das ist einfach cool“, sagte Willrich. Der FV Dudenhofen hat seinen Kader nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga breiter aufgestellt, um im Klassenkampf zu bestehen, erklärt Sportvorstand Christian Schultz. Neben Torhüter Philipp Schilling fehlten im ersten Heimspiel der neuen Saison vier potenzielle Stammspieler. Gerade die „jungen Wilden“ Conrad Weigel und Luca Teutsch ersetzten die Routiniers Simon Bundenthal und Yannis Albrecht gut, bildeten mit dem kampfstarken Sven Hoffmann eine stabile Abwehrkette.
Im Abnutzungskampf in der Freiluftsauna an der Iggelheimer Straße gab es vor der Pause viele verletzungsbedingte Unterbrechungen. Chancen gab es in den ersten 45 Minuten nur zwei, eine für den FVD, eine für den FCK. Einen 20-Meter-Schuss Ottos parierte Dudenhofens Torhüter Gebhard (9.). Sein Gegenüber Bast meisterte einen Distanzschuss von Marvin Klehr (36.).
Mit Willrich kam Schwung in die Aktionen der Gäste, die Glück hatten, dass Irfan Catovic mit einem satten Distanzschuss am Lattenkreuz scheiterte (48.). „Wir haben offensiv nicht gut ausgesehen, mich eingeschlossen. Wir haben vorne auch nicht gut gegen den Ball gearbeitet. So viel Selbstkritik muss sein“, sagte FVD-Kapitän Marvin Sprengling nach der Niederlage vor 230 Zuschauern. „Einen absolut verdienten Auswärtssieg“ sah Gäste-Trainer Patrick Kühnreich, dessen Mannschaft gut organisiert verteidigte. So herrschte im Dudenhofener Angriff Windstille. „Karbach hat eine gute Mannschaft, die richtig Qualität hat“, gratulierte FVD-Coach Kevin Hoffmann dem Gast.
Hauskrach bei Arminia
Der TSV Gau-Odernheim, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Oberliga spielt, schreibt weiter an seiner Erfolgsstory. MIt dem 3:2 (2:0) beim FC Arminia Ludwigshafen landete der Aufsteiger am 2. Spieltag den zweiten Sieg. Aus den ersten drei Chancen machte der TSV zwei Tore. Aleksandar Dimitrijevic traf aus 20 Metern zum 0:1 (21.). Nach Meslem-Ecke war Kapitän Jakob Friedrich per Kopf zum 0:2 erfolgreich (33.). Dabei startete Arminia gut, die Top-Chance zur Führung aber vergab Yassin Memokoh (12.). Er und Malte Moos rechts, Steffen Straub links, beflügelten den FCA. Die mangelhafte Boxbesetzung kritisierte am Ende Trainer Chris Chorrosch. Er machte trotz der zweiten Niederlage eine Leistungssteigerung gegenüber dem 2:3 von Auersmacher aus. Yakup Polat verkürzte in der 73. Minute, Wal Falls 2:3 kam zu spät (90.+ 5). Was sich im Spiel schon hoch geschaukelt hatte, entlud sich am Ende in einem unschönen Wortgefecht. Markus Impertro, der Sportliche Leiter der Arminia, und der von ihm während des Spiels bereits heftig kritisierte „Kuba“ Polat waren über Kreuz. Da wurde Porzellan zerschlagen. Am Montag soll der heftige Hauskrach unter vier Augen geklärt werden, sagte Impertro. Er hat auch das Trainerteam vor dem Montagstraining einbestellt. „Es gibt Gesprächsbedarf“, betonte der gesperrte Kapitän Ricardo Antonaci nach dem Eklat und mahnt trotz der Enttäuschung zur Sachlichkeit.
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