Hohe Kante RHEINPFALZ Plus Artikel Finanzkolumne: Bitcoins am Automaten

Hartmut Walz ist Finanzprofessor an der Hochschule Ludwigshafen.
Hartmut Walz ist Finanzprofessor an der Hochschule Ludwigshafen.

Bitcoins kann man jetzt auch im Supermarkt kaufen – doch die Offenheit birgt auch Gefahren.

„In unserem Supermarkt steht seit Kurzem ein Bitcoin-Automat. Sind solche Automaten seriös und macht es Sinn, dort Kryptowährungen zu erwerben?“

In der Tat wächst hierzulande die Anzahl der Automaten, an denen man mit Bargeld Bitcoins kaufen kann, relativ schnell an. Hinsichtlich der Seriosität habe ich keine Bedenken, da die Betreiber eine Erlaubnis der Finanzaufsicht Bafin benötigen. Allerdings fallen hohe Gebühren von durchschnittlich rund 4,5 Prozent an. Wenn Sie Bitcoins über eine Online-Plattform erwerben, liegen die Kosten nur bei rund 1,5 Prozent. Grund für die teure Transaktion am Automaten ist die aufwendige und bislang nur selten genutzte Infrastruktur. Letzteres könnte auch daran liegen, dass die Bedienung der Automaten nicht ganz einfach ist. Zwar werben die Anbieter damit, dass der Prozess nur etwa zehn Minuten in Anspruch nimmt. Aber wer das schafft, baut auch ein Billy-Regal in 30 Sekunden auf. Ungeachtet dessen rechnet die Finanzbranche in den kommenden Jahren mit einem Automaten-Boom. Allerdings sollten Sie sich grundsätzlich fragen, ob Sie in digitale Währungen investieren sollten – denn damit gehen Sie ein hohes Risiko ein.

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