Querpass Die Formel-1-Saison im Rückblick: Viele Bestmarken

McLaren wurde Konstrukteurs-Weltmeister.
McLaren wurde Konstrukteurs-Weltmeister.

Sport ist mehr als ein 1:0. Er erzählt Geschichten und Geschichtchen. Witziges und Ernstes, Abseitiges und Skurriles erzählen wir in unserer Rubrik „Querpass“.

Das zurückliegende Formel-1-Jahr liefert ein beeindruckendes Zahlenwerk. Das beginnt allein schon damit, dass die Saison 2024 mit 24 Rennen die längste in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse war. In 281 Tagen fanden die Rennen statt, mit insgesamt 1444 Runden. Der einzige Pilot, der alle Runden absolvierte, war nach einer Auflistung von „Auto, Motor, Sport“ der für McLaren fahrende Oscar Piastri (Bild, rechts vorne). 7314 Kilometer legte Piastri in den 24 Rennen zurück. Das Maximum.

262,897 Stundenkilometer betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pole Position in Monza. Aufgestellt hat sie Lando Norris in seinem McLaren MCL38. 2020, 2018 und 2019 ging es noch schneller. 27,23 Jahre alt waren die 20 Fahrer beim Saisonstart. Durch die vielen Rochaden im Laufe des Jahres veränderte der Schnitt sich nach unten. Fernando Alonso ist mit 43 Jahren der Älteste, Oliver Bearman mit 19 der Jüngste. 56 Überholmanöver wurden in Las Vegas gezählt, mehr als bei jedem anderen Grand Prix. Der Grand Prix in Monaco lieferte vier Positionswechsel. 14-mal musste das Safety-Car ausrücken.

45 Boxenstopps bildeten den Höchstwert. Sie wurden in Spielberg und Silverstone gezählt. Den mit 1,90 Sekunden schnellsten Stopp zelebrierte Red Bull. Das Team fertigte Weltmeister Max Verstappen beim Grand Prix in China in dieser sagenhaften Zeit ab. 362,5 Stundenkilometer betrug der höchste Topspeed des Jahres. Piastri stellte ihn in der dünnen Luft von Mexiko-City auf.

Die Federation Internationale de l’Automobile kassierte 332.900 Euro an Strafen von Fahrern und Teams, fast dreimal so viel wie im vorigen Jahr. 3,42 war der durchschnittliche Startplatz von Lando Norris – keiner war besser. Champ Verstappen kam auf 3,54. 62-mal sprachen die Sportkommissare Zeitstrafen aus. Sieben Fahrer konnten einen Grand Prix gewinnen. Zum Vergleich: 1982 siegten elf Fahrer, der Bestwert. 34-mal lieferten die Fahrer einen Totalschaden ab, elfmal war ein Williams-Fahrer beteiligt. In der zweiten Saisonhälfte sammelte Charles Leclerc 206 Punkte. Er wurde so zum Rückrundenchamp.

x