Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Arminia Ludwigshafen: Defizite in der Defensive

Es BEGANN so gutMaximilian Krämer bejubelt sein sehenswertes Tor zum frühen 1:0 für die Arminia, Yassin Memokoh (links) gratulie
Es BEGANN so gutMaximilian Krämer bejubelt sein sehenswertes Tor zum frühen 1:0 für die Arminia, Yassin Memokoh (links) gratuliert.

Auf den FC Arminia Ludwigshafen kommen in der Oberliga schwere Zeiten zu. Nach der 2:5-Heimschlappe gegen Emmelshausen-Karbach liegt der FCA auf dem letzten Platz.

Das Oberliga-Heimspiel gegen den FC Emmelshausen-Karbach begann für Arminia Ludwigshafen verheißungsvoll. Schon nach 14 Sekunden und dem ersten Angriff über die linke Seite mit dem flinken Sebastian Beikert gab Yakup Polat den ersten Torschuss ab. Ebenfalls über links fiel das 1:0. Ausgangspunkt war Polats klasse Diagonalball, Beikert zog an und flankte auf den zweiten Pfosten, wo Maximilian Krämer fast artistisch sein erstes Saisontor erzielte (12.). „Beikert hat ein brutales Tempo, wir haben hoch gepresst und müssen da früher am Mann sein“, monierte Gästetrainer Patrick Kühnreich.

Das Team aus dem Hunsrück blieb aber ruhig und gelassen, wie sein Coach hervorhob. Waren vor dem Führungstreffer des FCA die kaum zu bremsenden Enrico Rössler und Max Wilschrey bei einer Doppelchance an Torwart Peter Klug gescheitert (7.), so fiel nach einer Viertelstunde das 1:1. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurden die schlecht sortierten Arminen ausgekontert. Kieran Ike hätte schon abschließen können, bediente aber den besser postierten Wilschrey.

Fußball der Spitzenklasse

Danach boten die spielstarken Gäste bis zur Pause Fußball der Spitzenklasse. Der Ball lief mit großer Sicherheit durch die eigenen Reihen. Dazu nutzte Karbach die Räume, die ihm die Arminia mit einer taktischen Fehlleistung anbot. „Wir verteidigen nicht gegen den Mann, da gibt es keinerlei Gegendruck“, kritisierte FCA-Trainer Matteo Monetta.

Zur Halbzeit war die Partie schon entschieden. Zunächst traf Wilschrey nach einem exzellenten Schnittstellenpass von Kapitän Tim Puttkammer (1:2/39.), dann war Wilschrey Ausgangspunkt einer Stafette mit jeweils einem Kontakt, als der Ball über Jan Marla zum Schützen Rössler kam (1:3/43.). Und Wilschrey krönte die großartige Vorarbeit von Ufuk Kömesögütlü und Rössler, der selbstlos querspielte (1:4/45.+2).

Antonaci sieht Rot

Endgültig die Luft aus dem Spiel nahm Rössler nach einer weiteren Kombination mit dem fünften Tor, als es für die Arminia wieder mal zu schnell ging (52.). Das 2:5, das Leon Zinnicke nach einem Zuspiel von Ricardo Antonaci mit einem Lupfer über Torhüter Jonas Bast erzielte, war Ergebniskosmetik (58.). In der Folge verpassten es die Gäste mehrfach, noch einen weiteren Treffer zu erzielen. Die letzte aufregende Situation gab es in der 67. Minute, als Antonaci einen Karbacher Angriff mit einem absichtlichen Handspiel unterband, woraufhin Schiedsrichterin Michelle Gottdang ihm die Rote Karte zeigte. Von einer Verhinderung einer klaren Torchance, die Rot gerechtfertigt hätte, kann jedoch keine Rede sein.

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