Corona-Schnelltest Von Ansturm ist in den Zentren nicht überall etwas zu spüren
Während Personal in den Kindergärten und Schulen sich schon seit Februar kostenlos und ohne Anlass oder Symptome einem Corona-Test unterziehen kann, ist dies seit Montag für alle Bundesbürger möglich – und zwar mindestens einmal pro Woche. Wie viele Menschen davon zum Auftakt in Rheinland-Pfalz am Montag Gebrauch gemacht haben, konnte das zuständige Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz auf Anfrage nicht sagen. Eine Bilanz werde vorerst nicht gezogen, sagte eine Pressesprecherin. Ein Zentralregister gibt es demnach bisher nicht.
Hotline schon vor Freischaltung gefragt
Auch der DRK-Kreisverband, der im Landkreis Kaiserslautern zehn der 19 Testeinrichtungen betreibt, konnte keine Zahlen nennen. Die Hotline sei jedoch schon vor der Freischaltung um 9 Uhr angewählt worden, sagte Geschäftsführer Michael Nickolaus. Der Terminkalender sei „schon recht voll“. In Ludwigshafen kamen zum Auftakt rund 130 Menschen in die Eberthalle, einem von zwei städtischen Testzentren. Laut Stadtverwaltung hat ein Test ein positives Ergebnis angezeigt – die Person sei unmittelbar zum PCR-Test und zur weiteren Abklärung an das Klinikum weiterverwiesen worden.
Trotz anfänglicher Kritik Feuerwehrleute dabei
Zum Einsatz kommt laut Landesregierung in den Testzentren die neue Generation an Schnelltests, für die Stäbchen nur noch zwei bis vier Zentimeter in den vorderen Nasenbereich eingeführt werden müssen. Wer sich testen lassen will, muss sich vorher anmelden. Wer dagegen Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigt, muss gleich zum PCR-Test.
Von den angepeilten 450 Teststellen im Land waren mehr als 300 als startklar gemeldet. Aktuell werden laut Landesamt die meisten von Ärztinnen und Ärzten der Corona-Sprechstunden betrieben. Andere vom Roten Kreuz sowie von den Kommunen. Auch 1800 Feuerwehrleute im Land helfen in ihrer Freizeit freiwillig mit in den Zentren – nach anfänglicher Kritik aus den eigenen Reihen jedoch laut Feuerwehrverband Vorderpfalz nicht die Freiwillige Wehr als Organisation.