Rheinland-Pfalz Trockenheit: Felder müssen weiterhin bewässert werden

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Mutterstadt (lrs). Die diesjährige Trockenheit hat dem Beregnungsverband im Gemüseanbaugebiet Vorderpfalz das zweitstärkste Förderjahr seit der Gründung 1965 beschert. Wenn die Witterung anhalte, werde der Verband am Jahresende etwas mehr als 19 Millionen Kubikmeter Wasser auf die Felder gepumpt haben, sagte ein Sprecher in Mutterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis).

Das wären fast drei Millionen Kubikmeter mehr als im vergangenen Jahr (16,4 Millionen Kubikmeter) und fast sechs Millionen Kubikmeter mehr als im langjährigen Durchschnitt (13,5 Millionen Kubikmeter). Bis zum Rekord von 2003 fehlen allerdings noch ein paar Liter: Damals hatte der Wasser- und Bodenverband zur Beregnung der Vorderpfalz 20,3 Millionen Kubikmeter Wasser auf die Felder gebracht, damit Radieschen, Kohl und Frühkartoffeln trotz Trockenheit gediehen. Mit 695 Sonnenstunden schien die Sonne diesen Sommer nach Angaben des Wetterdienstes bundesweit ganze 100 Stunden mehr als 2014. Regen gab es dagegen kaum. Messstationen verzeichneten halb so viel Niederschlag wie gewöhnlich. Die Vorderpfalz ist das größte zusammenhängende Gemüseanbaugebiet Deutschlands. Da Gemüse und Frühkartoffeln viel Wasser brauchen und es in der Region relativ wenig regnet, wird dort bereits seit den 50er Jahren künstlich beregnet. Auf einer Fläche von 13.500 Hektar müssen rund 600 Abnehmer pro Kubikmeter Wasser 0,26 Euro netto bezahlen.

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