Rheinland-Pfalz Tierseuchen-Bilanz: 1600 Borreliosefälle durch Zecken

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Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) warnt Menschen in Rheinland-Pfalz vor Zecken – der einheimischen und der tropischen. Letztere kann wegen der warmen Temperaturen immer besser auch hierzulande überwintern. Beide Zeckenarten können Krankheiten übertragen.

«MAINZ.» Zahlreiche Zecken seien mit Erregern der Krankheiten FSME und Borreliose infiziert, die sie auf Menschen übertragen können, sagte sie jetzt bei der Vorstellung des Tierseuchenberichts in Mainz. Im vergangenen Jahr wurden 1600 Fälle von Borrelioseerkrankungen in Rheinland-Pfalz gemeldet, sagte Gabriele Luhofer, Abteilungsleiterin Tiermedizin im Landesuntersuchungsamt. Gegen FSME, von der es 2018 sechs Fälle gab, ist im Gegensatz zur Borreliose eine Impfung möglich. Womöglich durch Zugvögel wurde die Hyalomma-Zecke aus den Tropen eingeschleppt. Wegen der Klimaerwärmung könne sie hierzulande überwintern. Auch diese Zeckenart kann Krankheiten übertragen: das Zeckenbissfieber und das „Krim-Kongo-Fieber“. Bisher sei im Land noch kein Fall aufgetreten. Für Rinder, Schafe und Ziegen ist dagegen die Blauzungenkrankheit problematisch. Nach dem Auftreten des Serotyps 8 in fünf Betrieben wurde ganz Rheinland-Pfalz zum Sperrgebiet erklärt. Der Tierhandel ist eingeschränkt. Ab Herbst zahlt das Ministerium laut Höfken einen Zuschuss zur Impfung.

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