Kommentar Streit um halbe Brote: Muss so viel Bürokratie wirklich sein?

Brote im Backofen: Für manche Kunden ist ein ganzer Laib zu groß.
Brote im Backofen: Für manche Kunden ist ein ganzer Laib zu groß.

Ein halber Laib Brot ist für Singles, Ältere oder Frischbrotliebhaber eine beliebte Wahl. Warum muss das bürokratisiert werden?

Es gibt gute Gründe, bei Lebensmittelverpackungen genau hinzuschauen. Wenn in den gleichen Hüllen immer weniger drin ist und am Ende sogar weniger, als auf der Packung steht, heißt es: einschreiten! Bei halben Broten braucht es dagegen schon Fantasie, dem Bäcker oder den Angestellten unlautere Absichten zu unterstellen.

Vor allem: Ist die Unterscheidung, ob halbe Brote in der Filiale morgens früh zugeschnitten werden oder erst bei Bedarf, wenn der Kunde gezielt fragt, wirklich einen Besuch von Eichinspektoren wert? Und was unterscheidet das halbe Restbrot, das nach dem Schnitt auf Kundenwunsch übrig bleibt, später im Regal von dem vorher abgepackten halben, das frühmorgens geteilt wurde? Eine Alterungsanalyse der Schnittstelle vielleicht? Und warum, bitteschön, sagt das Landesamt die Unwahrheit, was die Anzahl der Kontrollen angeht?

Mit einer solchen Strategie macht sich die Behördenbürokratie noch unbeliebter, als sie eh schon ist. Ist irgendeinem Kunden gedient, wenn ein Bäcker das Angebot einfach einstellt? Klar, kann der sich für jede Filiale eine Waage kaufen, das Bezahlsystem umstellen und dann Brot für Brot aufs Gramm genau wiegen und abrechnen. Aber muss das wirklich sein?

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