Rheinland-Pfalz Schifferstadt: Großeinsatz nach Austritt von Salzsäure
Im Gewerbegebiet Nord in Schifferstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) ist am Dienstag Salzsäure aus einem daumengroßen Leck an einem Tanklastwagen ausgelaufen. Das hatte einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei zur Folge. Über die Notfall-App Katwarn ging mittags eine Meldung an die Schifferstadter heraus, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Entwarnung für das Stadtgebiet kam am Nachmittag, das Gewerbegebiet galt bis 18 Uhr als Gefahrenzone. Erst als es den Feuerwehrleuten gelungen war, die Salzsäure vom beschädigten Tanklastzug in einen anderen zu pumpen und die Messwerte in Ordnung waren, wurden die Sperrungen aufgehoben. Zu dieser Zeit war gerade auch die Pressekonferenz beendet, zu der die Stadt mit Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) und die Feuerwehr eingeladen hatten, um über den Vorfall und den Einsatz zu informieren.
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Luftwerte überprüft
Rund 60 Wehrleute waren im Einsatz, dazu 30 Polizisten und vier Rettungskräfte. Ein Messfahrzeug der Berufsfeuerwehr Mannheim hat die Werte in der Luft kontrolliert. Für die Wehrleute war wichtig, ein Ausbreiten der Dämpfe zu unterbinden, die beim Austreten von Salzsäure entstehen können. „Dazu haben wir als allererstes zwei mobile Wasserwerfer zum Einsatz gebracht, um die Dämpfe niederzuschlagen“, erklärte Karsten Sans von der Schifferstadter Feuerwehr, der den Einsatz geleitet hat.
Sabotage ausgeschlossen
Wie das Loch in den Auflieger des Tanklastwagens kam, dazu konnten gestern weder Wehr noch Polizei Angaben machen. „Anhaltspunkte für Manipulation gab es nicht“, sagte Sans. Die Kollegen von der Polizei würden jedoch weiter ermitteln. Zudem sei die Gewerbeaufsicht eingeschaltet. Der Transporter sei im Schifferstadter Gewerbegebiet nur zwischengeparkt worden. Die 33-prozentige Salzsäure sollte an eine Firma zur Weiterverarbeitung gehen, hieß es bei der Pressekonferenz im Feuerwehrgerätehaus.
Wasserbehörde nimmt Bodenproben
Beschäftigen wird der Vorfall die Kreisverwaltung in Ludwigshafen. Die dort angesiedelte Untere Wasserbehörde wird Bodenproben nehmen und entscheiden, was mit dem kontaminierten Erdreich passiert. Bislang unklar ist, wie viel Salzsäure von den 25.000 Litern, die geladen waren, ausgelaufen sind. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.