Rheinland-Pfalz Razzia am Rhein: Einsatz gegen kriminelle Bande

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«Ludwigshafen/Kaiserslautern». Mit einem „nicht alltäglichen“ Großeinsatz im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung ist 600 Polizisten, Zoll- und Steuerfahndern gestern in Ludwigshafen offenbar ein Schlag gegen kriminelle Strukturen im Rhein-Neckar-Region gelungen. Das teilten Polizeipräsidium Rheinpfalz und Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mit. Den Ermittlern gingen drei Ludwigshafener ins Netz, die Teil einer auch international agierenden mehrköpfigen Bande sein sollen.

Die Großrazzia ist Teil des Kampfes gegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit – unter anderem auf dem Bau. Darüber hinaus geht es um Urkundenfälschung sowie Schmuggel und Handel mit gut gefälschter Markenkleidung. Außer in Rheinland-Pfalz wurden bei der in den frühen Morgenstunden gestarteten Großrazzia rund 70 Geschäfts- und Privaträume in drei weiteren Bundesländen durchsucht: in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Dabei wurden zwei nicht näher bezeichnete Waffen und rund 250.000 Euro Bargeld beschlagnahmt sowie zahlreiche Geschäftsunterlagen sichergestellt. Laut Staatsanwaltschaft geht es um einen siebenstelligen Schaden für den deutschen Fiskus. Mit dem Zugriff beginnt für die in Sachen Wirtschaftskriminalität zuständige Staatsanwaltschaft jetzt der „wesentliche Teil der Ermittlungen“: in einem Fall, an dem seine Behörde seit über zwei Jahren arbeitet, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Udo Gehring auf Anfrage erklärte. Hier würden unter dem „Deckmantel legaler Geschäfte“ illegale Geschäfte abgewickelt. Gehring geht davon aus, dass es noch in diesem Jahr zu voneinander unabhängigen Prozessen kommen wird. In einem damit verbundenen Fall ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft Landau. Eine Spur aus der Südpfalz hatte die Ermittler offenbar nach Ludwigshafen geführt. Ende Februar wurden drei Albaner und ein Deutscher festgenommen – ihnen wird bandenmäßiger Drogenschmuggel vorgeworfen. Fünf Kilogramm Kokain wurde gefunden. Die drei in Ludwigshafen Festgenommenen – ein 49-jähriger und zwei 31-jährige Männer – sitzen in Untersuchungshaft.

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