Rheinland-Pfalz Ramberg: Welt der Bürstenbinder

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Dem alten Handwerk ist in der Südpfalz ein eigenes Museum gewidmet.

Frühjahrsputz vor Ostern wird auch heute noch gemacht. Neue Hilfsmittel erleichtern das Großreinemachen im Haus im Vergleich zu früher zwar teils sehr – doch unverzichtbar dabei sind nach wie vor Besen und Bürsten. Wie viel harte Arbeit wiederum deren Fertigung von Hand einst bedeutete und welcher Aufwand noch heute dahintersteckt, davon vermittelt das Bürstenbindermuseum in Ramberg ein eindrucksvolles Bild. Doppelt interessant ist es für Alt und Jung, weil’s hier nicht nur eine Menge anzuschauen, sondern auch was zu befühlen und beschnuppern gibt. Mit alten Möbelstücken und Utensilien ist liebevoll nachgestellt, wie es einst oft in Ramberger Stuben aussah, die zugleich dem Wohnen, Kochen und Arbeiten dienten. Viele schafften sich auch daheim die Finger wund im Bürstenbindergewerbe, als dessen Hochburg der kleine Südpfälzer Ort lange galt. Wie man Faserbündel erst durch Drahtschlaufen und mit jenen dann mittig zum Befestigen in Löcher einzieht, die zuvor in Holzplatten gebohrt worden sind – nicht nur das führen Harald Klein, Vorsitzender des örtlichen Heimat- und Museumsvereins, sowie seine Mitstreiter Besuchern gerne vor. Die erfahren auch, mit welch verschiedenartigen Materialen zum Fegen, Schrubben oder Pinseln Bürstenbinderwaren ausgestattet wurden und werden. Von zartem Ziegen- über kräftiges Rosshaar bis zu robusten Pflanzenfasern wie „Bahia“ reicht die Palette natürlicher Werkstoffe, die schon lange vor den heute oft bevorzugten Kunststoffen Verwendung fanden. Und gegenüber jenen noch immer Vorzüge haben, wie Klein erklärt, der einer der zwei Juniorchefs einer Bürstenfabrik ist. Bestaunen kann man in dem schmucken Museum ebenso alte Geräte sowie Maschinen und allerlei mehr. Dazu zählen Modelle der Burgen bei Ramberg, deren Ruinen übrigens auch als reizvolle Wanderziele locken ... Info —Das Bürstenbindermuseum ist sonntags geöffnet von 14 bis 17 Uhr. Gruppen können Sonderführungen vereinbaren unter Telefon 06345/1634 oder 2954. — www.buerstenbindermuseum.de

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