Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Handbuch für die Berufswahl: Wie wird aus mir was?

Die Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll, zählt zu den schwersten im Leben.  Foto: DPA
Die Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll, zählt zu den schwersten im Leben.

Schülerinnen und Schülern besser dabei helfen, ihren Weg in eine Berufsausbildung, ins Studium und ins Leben überhaupt zu finden – dazu soll in Rheinland-Pfalz jetzt eine neues Handbuch für Lehrer an Gymnasien und Fachoberschulen und für Berufsberater der Arbeitsagenturen beitragen. eine Schülern

MAINZ. Im Mittelpunkt eines neuen Handbuchs für Lehrer und Berufsberater im Land stehen 40 Unterrichtsmodule, die Schülern Orientierung bieten sollen und die Möglichkeit, mehr über sich selbst zu erfaren. Der erste Teil der Selbsterkundung steht unter dem Motto: „Das will ich!“ Hier sollen Schülerinnen und Schüler angeleitet werden, ihre persönliche Zukunft in den Blick zu nehmen - etwa indem mit Kreppband ein Lebensweg auf den Boden abgesteckt wird, in einigen Kurven, da kein Lebensweg geradlinig verlaufe. Dabei sollen sich die Jugendlichen auch eigener Werte bewusst werden und welche Bedeutung diese für die Berufs- und Studienwahl haben. Das Handbuch haben die drei Partner Bildungsministerium, regionale Arbeitsagenturen und Stiftung der Deutschen Wirtschaft herausgebracht. Ausgangspunkt war ein 2015 vorgestelltes Handbuch zur Studien- und Berufswahl in Bayern.

Im zweiten Teil werden die Schüler aufgerufen, sich mit dem Satz „Das kann ich!“ ihrer Stärken und Schwächen bewusst zu werden. Hier sollen die Lehrkräfte auch aufzeigen, dass manche vermeintliche Schwächen auch eine Stärke sein können. In Übungen wird anhand von 18 Eigenschaftspaaren wie „ruhig“ und „temperamentvoll“ verdeutlicht, dass sich hier auch Selbst- und Fremdwahrnehmung unterscheiden können.

Der Selbsterkundung folgt die Information zu möglichen Bildungswegen nach dem Schulabschluss: „Das gibt es!“ Eingeübt werden sollen die Vorbereitung von Beratungsgesprächen ebenso wie die professionelle Kontaktaufnahme. Auch die Überlegungen zu einem zwischengeschalteten „Brückenjahr“ mit Reisen, Sprachkursen oder der Arbeit als Au-pair werden angesprochen.

Zuletzt steht die Entscheidung an: „Das mache ich!“ Die Schülerinnen und Schüler entwickeln hier einen Plan A und einen Plan B. Mit dem sich nähernden Schulabschluss führt die Frage, wie es danach weitergehen soll, Jugendliche oft in eine schwierige Situation. „Wird jedoch der eigenen Berufs- und Studienwahl frühzeitig immer wieder Aufmerksamkeit geschenkt, lassen sich Bildungswege schrittweise eingrenzen“, heißt es in dem Handbuch. „Ds ermöglicht auch, dass Einschätzungen sich verändern und Entscheidungen reifen können.“

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