Rheinland-Pfalz Masern-Ausbruch: Jetzt Schülerin erkrankt

«LANDAU.»Einen neuen Masernfall gibt es im Bereich Landau/Südliche Weinstraße. Wie das Landauer Gesundheitsamt gestern informierte, sei eine 17-jährige Schülerin an der Infektionskrankheit erkrankt. Damit gibt es nun 14 Fälle in dieser Region.
Der Masernverdacht habe sich am Montag bestätigt. Schule und Behörden hätten schnell reagiert und die nicht-immunen Kinder bis nach den Osterferien vom Schulbesuch ausgeschlossen. Insgesamt flaue die Masernwelle in der Südpfalz jedoch ab, betonte Christian Jestrabek, Leiter des Germersheimer Gesundheitsamts. Die Ansteckungszahlen seien rückläufig. Für seinen Kreis meldete er zwei bestätigte Masernerkrankungen und einen Verdachtsfall. In Landau gibt es derzeit laut dem dortigen Gesundheitsamt noch einen weiteren Masernverdachtsfall. In Rheinland-Pfalz gebe es somit 23 Masernfälle seit Jahresanfang, erläuterte Donald Knautz, stellvertretender Referatsleiter beim Landesuntersuchungsamt in Landau. Das sei recht viel für hiesige Verhältnisse, da die Anzahl der Fälle in den vergangenen Jahren jeweils zwischen sechs und 21 gelegen habe. Mit Blick auf die Masernfälle in anderen Bundesländern sei die Zahl aber noch immer gering. Wie berichtet, wurde der erste Masernfall in der Südpfalz am 7. März gemeldet. Am 12. März waren es bereits fünf Erkrankte. Am 20. März gab es zunächst Entwarnung, die Betroffenen wurden aus dem Krankenhaus entlassen. Am 28. März meldete die Verwaltung des Kreises Südliche Weinstraße dann acht weitere Masernfälle. Somit waren es in der vergangenen Woche 13 Fälle, bei denen es sich ausschließlich um Erwachsene handelte.