Mainz Mainzer Hauptbahnhof nach Drohanruf stundenlang abgesperrt

Von einer Brücke konnte man auf die menschenleeren Bahnsteige blicken.
Von einer Brücke konnte man auf die menschenleeren Bahnsteige blicken.

Wegen eines Drohanrufs ist der Hauptbahnhof in Mainz am Mittwochabend Stunden abgeriegelt worden. Lange war von einer „unkonkreten Bedrohungslage“ die Rede.

Es dauerte fast eineinhalb Stunden, ehe die Mainzer Polizei für den Hauptbahnhof Entwarnung gab. Um 19.13 Uhr kam dann die Mitteilung „Einsatz beendet“. Zuvor war lange unklar, was überhaupt los ist. In ihrer Mitteilung sorgten die Beamten dann für Klarheit. Ein Unbekannter hatte gegen 17 Uhr telefonisch eine Gewalttat am Bahnhof angekündigt. Da man nicht habe einschätzen können, wie ernst die Drohung ist, sei der Bahnhof weiträumig abgesperrt worden. Auch nach Ende des Einsatzes sei die Bundespolizei weiter vor Ort präsent. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

In einer ersten Mitteilung um 17.48 Uhr war von einer „unkonkreten Bedrohungslage“ die Rede. Die Sicherheitsbehörden riefen dazu auf, den Bereich zu meiden. Neben dem Zug- waren auch der Bus- und der Straßenbahnverkehr eingestellt. Der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz wurden mit Flatterband abgesperrt. Schwer bewaffnete Beamte der Bundespolizei wurden postiert. Auch Zivilbeamte der Polizei sowie Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort.

Schaulustige auf Brücke

Trotz des Bahnstreiks warteten viele Menschen vor dem Bahnhof, deren Züge aufgrund des Polizeieinsatzes ausfielen. Einige Schaulustige versammelten sich auf einer Brücke über den Gleisen und versuchten, einen Blick auf die Vorgänge auf dem Bahnhofsgelände zu erhaschen.

Nach und nach wurde dann die Sperrung aufgehoben. Zunächst durften die Bus- und Bahnhaltestellen vor dem Hauptbahnhof wieder betreten werden. Nur der Vorplatz sowie das Gebäude waren weiter abgeriegelt. Vereinzelt wurden Unmutsbekundungen laut. Gegen 19.15 Uhr wurde dann das Absperrband entfernt, die Menschen strömten wieder in den Bahnhof.

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