Rheinland-Pfalz Kommentar: Die Nutznießer

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Die CDU/AfD-Fraktion vor Ort

schadet der Gesamt-CDU und nützt der AfD – obwohl hier persönliche

Interessen ausschlaggebend sind.

Der Name Schirdewahn war in Frankenstein und der Region Kaiserslautern schon früher bekannt. Zumindest bei Verwaltungen und Politikern verschiedener Ebenen – wie auch der Justiz – ruft er Assoziationen zu dem Wochenendhausgebiet Schliertal hervor. Als Monika Schirdewahn für die CDU kandidierte, hielt sich ihr Mann vorerst noch politisch bedeckt, obwohl er bereits mit der AfD in Verbindung gebracht wurde. So wunderte seine Kandidatur später nicht mehr. Dass die beiden politisch verschiedene Wege gehen, konnten nur naive Gemüter glauben. Doch letztlich ist für beide wohl die Partei nebensächlich, sondern vielmehr ein Vehikel, um die eigenen Interessen zu transportieren. Zumindest mit dem CDU-Etikett ließen sich Stimmen unbedarfter Bürger holen. Die Aussage Monika Schirdewahns, sie sei „und bleibe mit ganzem Herzen CDU-Politikerin“, mutet wie Hohn an, vor allem, wenn sie als Abschluss unter der ausführlichen Schilderung zur Trinkwassersituation im Schliertal genannt wird – dem Grund für die Fraktionsbildung, wie sie betont. Die CDU hat nun ihre Mühe mit dem unliebsamen Mitglied. Sie hat die schlechten Schlagzeilen. Den Nutzen hat die AfD, die sich jetzt als Opfer der anderen Parteien gerieren und ins Fäustchen lachen kann.

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