Rheinland-Pfalz Interims-Lösung für Pfälzerwald

«LAMBRECHT.»Innerhalb eines Jahres wurde die Direktorenstelle für das Biosphärenreservat Pfälzerwald zum zweiten Mal ausgeschrieben. Grund ist die Konkurrentenklage eines unterlegenen Bewerbers. Als Konsequenz wurde die bei der ersten Ausschreibung als qualifizierteste Kandidatin ausgewählte Friedericke Weber mit der Leitung einer Abteilung betraut, während der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder in Personalunion die Leitung des Biosphärenreservates übernahm.
Die Vorgeschichte: In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Neustadt dem Bezirksverband Pfalz noch bescheinigt, das Auswahlverfahren korrekt abgearbeitet zu haben. Dagegen legte der unterlegene Bewerber Beschwerde ein. Und das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz stellte daraufhin, wie erst jetzt bekannt wurde, Dokumentationsmängel beim Besetzungsverfahren fest. Da der Direktorenposten nicht als Beamten-, sondern als Angestelltenstelle ausgewiesen ist und Friederiecke Weber sich noch in der Probezeit befand, konnte sie auf die Abteilungsleiter-Stelle versetzt werden. Nach Informationen der RHEINPFALZ wird ihr von verschiedener Seite eine hervorragende Arbeit bescheinigt. Das bestätigte gestern auf Anfrage auch Theo Wieder: „Wir waren und sind von der Qualifikation von Frau Weber überzeugt.“ Ihre Qualifikation und Leistungsfähigkeit habe sie auch seit ihrem Wechsel nach Lambrecht unter Beweis gestellt. Weil aber gegen diesen per Eilverfahren ergangenen Richterspruch keine Rechtsmittel möglich sind, hat der Bezirksverband die Stelle erneut ausgeschrieben. Theo Wieder: „Wir haben ein sauberes, unabhängiges und transparentes Besetzungsverfahren in Gang gesetzt.“ Die Bewerbungsfrist ist bereits am 14. Mai abgelaufen, gemeldet haben sich 25 Bewerber. Derzeit werden laut dem Bezirkstagsvorsitzenden deren Unterlagen anhand der in der Stellenausschreibung genannten Kriterien geprüft und gewichtet. Dem Vernehmen nach soll sich Friedericke Weber erneut auf die Direktorenstelle beworben haben.