Rheinland-Pfalz HIV: Weniger Neuinfektionen

«Trier». Die Anzahl der HIV-Neuinfektionen ist in Rheinland-Pfalz leicht zurückgegangen. Nach neuesten Daten des Robert Koch-Instituts wurde sie für 2017 auf 90 geschätzt, wie die Aids-Hilfe Trier gestern mitteilte. Dies seien 20 Neuinfektionen weniger als im Vorjahr. „Damit können wir erstmals seit etlichen Jahren wieder einen Rückgang dieser Zahl verkünden“, sagte Bernd Geller von der Aids-Hilfe. Landesweit leben demnach mehr als 2200 Menschen in Rheinland-Pfalz mit HIV oder Aids. Der positive Trend gehe vor allem darauf zurück, dass in der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben, die Bereitschaft für Tests gestiegen sei. So könnten Neuinfektionen früher entdeckt und eine HIV-Therapie begonnen werden. „Wer weiß, dass er HIV-positiv ist und unter eine Therapie gestellt wird, ist nach spätestens einem halben Jahr für Sexualpartner nicht mehr ansteckend“, sagte Geller. Seit Herbst gibt es HIV-Selbsttests in Apotheken oder Drogeriemärkten. Diese Möglichkeit begrüßt die Aids-Hilfe, aber Anwender dürften aber mit den Ergebnissen nicht alleine gelassen werden.