Rheinland-Pfalz Hinweise erbeten: Wo gibt es noch Feldhamster?
«MAINZ.»Der Feldhamster gilt auch in Rheinland-Pfalz als Sorgenkind: Ohne weitere Schutzmaßnahmen ist der kleine Nager vom Aussterben bedroht, sagt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Deshalb startet sie einen Melde-Aufruf.
In diesen Tagen erwachen die Feldhamster aus ihrem Winterschlaf. Die Stiftung Natur und Umwelt (SNU) bittet nun Gartenbesitzer und Naturinteressierte um Hinweise auf Feldhamster-Vorkommen. Denn, so die SNU: Ist die Verbreitung der Art gut dokumentiert, können gemeinsam mit Landwirten Schutzmaßnahmen gezielt ergriffen werden. Früher war der Feldhamster eine weit verbreitete Art der Ackerflur, die als Ernteschädling bekämpft wurde. Noch bis in die 1960er-Jahre gab es für jedes Feldhamsterfell eine Prämie. Heute gilt dieser Nager als eine der am stärksten bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Aktuell sind in Rheinland-Pfalz nur noch Vorkommen in Rheinhessen bekannt. Feldhamster sind etwa so groß wie Meerschweinchen, haben ein gelblich-braunes Rückenfell und einen kurzen Schwanz. Die Baue der Feldhamster können sich außer auf Äckern auch in Gärten, bei Getreidelagern oder in Kleingartenanlagen befinden. Die Stiftung bittet darum, nicht selbst auf landwirtschaftlichen Flächen zu suchen und sich insbesondere auch nicht den Hamstern zu nähern oder sie zu stören. Der Hinweis auf eine Sichtung helfe schon weiter. Weitere Infos zu diesem Aufruf finden sich auf der Internetseite der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz unter www.snu.rlp.de.