Rheinland-Pfalz Hassangriffe: Polizei prüft Zusammenhang

«Pirmasens». Die Polizei hält es für wahrscheinlich, dass der Angriff auf zwei Äthiopier am Samstagabend in der Pirmasenser Fußgängerzone einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte. Die drei Tatverdächtigen seien in der Vergangenheit bereits wegen rechtsextremer Straftaten aufgefallen, teilte das Kaiserslauterer Polizeipräsidium gestern mit. Die Kripo in Kaiserslautern hat die Ermittlungen übernommen.
Wie gestern berichtet, waren zwei äthiopische Asylbewerber am Samstagabend in der Fußgängerzone laut Polizei grundlos von drei Männern angegriffen worden. Dabei wurden die Äthiopier von den Männern durch die Fußgängerzone gejagt. Im Laufe der Auseinandersetzung sei zudem einem der Afrikaner eine Halskette entrissen worden. Deshalb werde nun auch wegen Raubes ermittelt, wie die Polizei gestern mitteilte. Außerdem wurden rassistische Beleidigungen geschrien. Die drei Tatverdächtigen leben in Pirmasens und Thaleischweiler-Fröschen. Ein Zusammenhang mit dem Angriff auf zwei andere Asylbewerber in Dahn vom 30. Juni werde geprüft, sagte ein Polizeisprecher gestern. Hinweise darauf hätten sich jedoch bisher nicht ergeben. In Dahn hatten vier Männer ohne erkennbaren Grund die zwei Asylbewerber angegriffen und leicht verletzt.