Rheinland-Pfalz Flüchtlinge: Neues Zentrum in Speyer fast fertig

«Speyer.» In dieser Woche übernimmt die Speyerer Landesaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge die letzten 43 Bewohner des vor seiner Schließung stehenden Standorts im rheinhessischen Ingelheim. Zum 1. Juli erhält Speyer dann den Status „Erstaufnahmeeinrichtung“.
An mehreren Stellen in der ehemaligen Kaserne im Norden Speyers laufen derzeit Um- und Ausbauarbeiten. Sie werden zum 1. Juli noch nicht abgeschlossen sein, sagt Leiter Steffen Renner. Es stünden dann aber bereits renovierte Wohnblocks für rund 900 Personen zur Verfügung, sodass es kein Problem sei, wenn die Gesamtkapazität von 1125 Plätzen erst später erreicht sei. Die aktuelle Belegungszahl von 500 Flüchtlingen aus 25 Ländern werde sich zunächst nur leicht erhöhen. Das Land hatte 2017 entschieden, drei seiner sieben Erstauf-nahmeeinrichtungen zu schließen, darunter Ingelheim. Das Ziel, dies bereits 2018 umzusetzen, hat sich zerschlagen, weil es sich länger hinzog, Baufirmen für Speyer zu finden. Neben Speyer ist Trier „Erstaufnahme“. Eine neue Aufgabe für die seit 2015 betriebene Landeseinrichtung in der Domstadt wird die Registrierung der ankommenden Flüchtlinge, die bisher anderswo erfolgte. Auch die Asylverfahren selbst werden dann in Speyer erledigt. Dafür siedelt sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) auf dem Gelände an. Der Umbau seines Gebäudes läuft noch. Begonnen wird einem Sprecher zufolge mit 18 Mitarbeitern, weitere 45 kämen zum 1. Oktober hinzu. Das Bamf investiert in den Umbau 1,2 Millionen Euro, das Land 2,7 bis 3 Millionen.