Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Einwurf: Pfälzer Luchse brauchen den genetischen Austausch

Wegen ihrer auffälligen Haarbüschel werden Luchse auch „Pinselohren“ genannt.
Wegen ihrer auffälligen Haarbüschel werden Luchse auch »Pinselohren« genannt.

Auch das sorgfältig vorbereitete Pfälzer Luchs-Projekt ist vor Rückschlägen nicht gefeit: Insgesamt 17 dieser Katzen wurden bisher aus der Schweiz und der Slowakei in den Pfälzerwald gebracht. Davon sind vier inzwischen verstorben, ein weiteres Exemplar hat sich eine neue Heimat im südlichen Elsass gesucht. Da waren’s nur noch zwölf.

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Denn seit Beginn der Umsiedlungs-Aktion wurden mindestens zehn Luchse in der Pfalz geboren. Und in diesem Frühjahr/Sommer dürfte weiterer Nachwuchs dazu kommen.

Also alles kein Problem? Nicht ganz. Auch mit den drei Luchsen, die aus den Alpen und den Karpaten noch kommen sollen, stellt sich die Frage, ob die genetische Vielfalt des Pfälzer Luchs-Völkchens ausreichend ist. Ohne einen Austausch mit seinen im Jura lebenden Artgenossen dürfte es schwierig werden.

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