Rheinland-Pfalz EINWURF: Geschmacksnerven

Jedes Jahr das gleiche Ritual: „Michelin“ und „Gault Millau“ legen im Abstand weniger Tage ihre neuen Restaurantführer vor. Jeder hat seinen eigenen Stil, jeder sein Bewertungssystem. Solche Unterschiede müssen sein, denn beide Verlage wollen Geld verdienen. Deshalb dürfen die Feinschmecker-Bibeln nicht identisch und damit austauschbar sein. Gleichwohl: Das „Gault-Millau“-Schema mit 20 Punkten erscheint auf den ersten Blick variabler, es kann Tendenzen – positive wie negative – schneller abbilden als Michelin mit seinen drei Sterne-Kategorien. Aber ehrlich: Wer kann schon den Unterschied zwischen einem 14-Punkte- und einem 15-Punkte-Lokal schmecken? Das Sterne-System verspricht da die eindeutigere Orientierung.
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