Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Drohnenabwehr: Mut zur Lücke wäre riskant

Auch im Umfeld von Flughäfen muss der Schutz vor unbemannten Fluggeräten gewährleistet sein.
Auch im Umfeld von Flughäfen muss der Schutz vor unbemannten Fluggeräten gewährleistet sein.

Die rheinland-pfälzische Polizei musste den Flügen vermutlich russischer Drohnen zuletzt machtlos zusehen. Das darf nicht so bleiben.

Das offenbar gesteigerte Interesse fremder Mächte an der Air Base in Ramstein und der BASF in Ludwigshafen an sich verwundert nicht: Die Liegenschaft in der Westpfalz ist Dreh- und Angelpunkt der US-Luftstreitkräfte in Europa, das Chemiewerk am Rhein immer noch eins der größten seiner Art in der Welt. Es ist allerdings auch kein Wunder, dass die Drohnen, die ab Ende November für einige Wochen mehrfach über beiden Anlagen kreisten, für einige Beunruhigung bei der Bevölkerung gesorgt haben.

Mit ihrem plötzlichen Auftauchen und ebenso plötzlichen Verschwinden sind viele Fragen verknüpft: Wer steckt hinter den Flügen? Welche Absicht verfolgen, diejenigen, die sie steuern? Warum können die Fluggeräte unerkannt und unbehelligt durch den deutschen Luftraum schwirren? Antworten auf diese Fragen stehen noch aus – wenngleich nach Ansicht der Ermittler einiges auf Russland als Initiator dieser Aktivitäten hindeutet. Auch das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt fordert mehr technische Möglichkeiten, um sich solcher Ausspähversuche und Machtdemonstrationen zu erwehren. Sicherheitsexperten sprechen mit Blick auf Letzteres im Fachjargon von einer „Fähigkeitslücke“. Und das klingt erst recht beunruhigend.

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