Rheinland-Pfalz Bundeswehr investiert 260 Millionen Euro

«Idar-Oberstein.»260 Millionen Euro will die Bundeswehr in den Militärstandort Idar-Oberstein investieren. Wie ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr mitteilte, soll die Artillerieschule in einem Zeitraum von 15 bis 18 Jahren saniert werden. Zudem seien Neubauten geplant.
Die Liegenschaft wird nach Angaben des Bundesamtes in drei Phasen ausgebaut. Zunächst sei im kommenden Jahr der Neubau einer Instandsetzungshalle geplant. Ab dem Jahr 2021 solle ein Sanitätsversorgungszentrum entstehen. Dem sollen Unterkünfte, ein Sportbereich sowie technische Anlagen folgen. Zudem entstünden neue Büro- und Ausbildungsgebäude. Hintergrund der Investitionen war die im vergangenen Jahr getroffene Entscheidung, künftig am Standort Idar-Oberstein alle Bundeswehr-Dienststellen in der Artillerieschule unterzubringen. Die zentrale Aus- und Weiterbildungseinrichtung der Artillerietruppe des Heeres ist seit Ende der 1960er Jahre in der Rilchenbergkaserne untergebracht. Mit der Klotzbergkaserne befindet sich derzeit noch ein weiterer Bundeswehr-Standort in Idar-Oberstein. Nach der Schließung der Kaserne in Kusel Ende 2014 wechselten die Soldaten des Artillerielehrbataillons 345 auf den Klotzberg. Bis 2027 werde die Klotzbergkaserne als Zwischenlösung weiterhin genutzt, sagte der Sprecher des Bundesamtes weiter. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten wird deren Schließung erwartet. Insgesamt seien derzeit 1418 Soldaten in Idar-Oberstein untergebracht. Hinzu kommen aktuell 713 Lehrgangsteilnehmer. Die Zahl der zivilen Beschäftigten beträgt knapp 500 Personen.