Rheinland-Pfalz Beinahe-Kollision: Polizeidrohne und Jet kommen sich nah
«Kaiserslautern/Mainz.» Bei einem Übungsflug einer Polizeidrohne sind Mitte Mai über dem Luftraum von Enkenbach-Alsenborn (Kreis Kaiserslautern) zwei Bundeswehr-Kampfjets einer Polizeidrohne sehr nahe gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass für Menschen keine Gefahr bestanden habe, wie sie gestern auf Nachfrage erklärte.
„Für alle Beteiligten bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung (...) Der seitliche Abstand der Kampfjets zu der Drohne betrug schätzungsweise 300 Meter“, teilte das Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik in Mainz gestern mit. Der Trainingsflug der Drohne war Teil einer allgemeinen polizeilichen Übung der Spezialeinheiten, die unter anderem in Enkenbach-Alsenborn stationiert sind. Zuvor hatte der SWR über den Vorfall am 10. Mai berichtet. Offen ist, welche Folgen ein Zusammenstoß gehabt hätte. „Flugzeuge sind auf Vogelschläge ausgelegt, und es wird untersucht, in wieweit der Aufprall einer Drohne mit dem eines Vogels vergleichbar wäre“, sagte Andreas Strohmayer vom Institut für Flugzeugbau an der Universität Stuttgart. Vögel bestünden aus Fleisch und Knochen, Drohnen hingegen aus festerem Material. Für die Polizei Rheinland-Pfalz gelte seit dem 16. Mai eine maximale Flughöhe von 100 Meter, so die Polizei. „Diese Vorgabe hat vorläufigen Charakter, bis die fortlaufende Bewertung wieder andere Höhen zulässt.“ Zur weiteren Klärung sei die bundesweite polizeiliche Koordinierungsstelle „Drohnen“ in Baden-Württemberg eingebunden.