Rheinland-Pfalz An Rhein und Saar: Klöckner setzt auf Zusammenarbeit

. Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner dringt auf eine engere Zusammenarbeit der Kreise und Städte als Alternative zu einer großen Gebietsreform. Sie warnte davor, die Bürgernähe im Rahmen der geplanten weiteren Kommunalreform aufzugeben. Wissenschaftler haben, wie berichtet, in einem Gutachten Vorschläge für die Kommunalreform gemacht. Die Anzahl der Kreise soll nach ihren Empfehlungen von 24 auf 14 bis 19 sinken. Frankenthal soll zu Ludwigshafen geschlagen werden, sechs weitere kreisfreie Städte sollen in Kreisen aufgehen und kleine Ortsgemeinden sollen auf den Prüfstand. Der Auftrag für das Gutachten war von SPD, FDP und Grünen sowie der CDU-Opposition auf den Weg gebracht worden. Die vier Parteien sind sich einig, ein weiteres Gutachten zu beauftragen – diesmal zur verstärkten Zusammenarbeit von Kommunen. Klöckner wirbt dafür: „Der erste Gutachterauftrag wurde parteiübergreifend vergeben – dieser gemeinsam eingeschlagene Weg sollte weitergegangen werden.“ Der weitere Zeitplan ist noch offen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte betont, dass es keine Kommunalreform nur um der Reform willen geben soll. Eine Verfolgungsfahrt mit Streifenwagen und einem Hubschrauber hat sich die Polizei mit einem 31-Jährigen zwischen Laubenheim und St. Goar in geliefert. Die Ordnungshüter wollten den Wagen des Mannes am Sonntag bei Langenlonsheim (Kreis Bad Kreuznach) kontrollieren. Daraufhin sei dieser mit hoher Geschwindigkeit davon gefahren. Beim Umfahren einer Straßensperre kollidierte er mit einem Streifenwagen und einer Steinmauer und fuhr weiter. Bei St. Goar habe der Mann das beschädigte Fahrzeug stehengelassen und sei zu Fuß in den Wald geflüchtet. Dort wurde er mit Hilfe eines Polizeihubschraubers entdeckt und festgenommen.