Rheinland-Pfalz An Rhein und Saar: Eine Kiste Sekt für Bomben-Entschärfer

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Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist gestern in Hauenstein (Südwestpfalz) entschärft worden. Laut Kampfmittelräumdienst war sie sehr gut erhalten, sogar die Aufschrift sei noch lesbar gewesen. Beide Zünder ließen sich ohne Probleme entfernen. Etwa 1000 Anwohner waren zuvor aufgerufen worden, ihre Häuser zu verlassen. Betroffen war unter anderem ein Altenheim. 68 Senioren wurden in eine Turnhalle gebracht, die anderen von Verwandten abgeholt. Die Anlaufstellen für die übrigen Bürger im Bürgerhaus und beim Pfarrheim wurden nur schwach frequentiert. Die Karmelitinnen des im Evakuierungsbereich liegenden Klosters feierten am Morgen ihren Gottesdienst und fuhren dann zu dem für sie zuständigen Geistlichen. Die Straßensperrungen waren gegen 9 Uhr in Kraft getreten, während der Entschärfung durften auch keine Züge fahren. Den Entschärfern überreichte ein erleichterter Ortsbürgermeister Bernhard Rödig nach getaner Arbeit eine Kiste Sekt. Insgesamt waren 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Justiz in Rheinland-Pfalz entlässt 119 Gefangene vorzeitig aus den Gefängnissen. Darunter sind laut Justizministerium elf Insassen aus Baden-Württemberg und dem Saarland, die in Rheinland-Pfalz untergebracht sind. Sie sind über eine vergleichbare Regelung der Nachbarländer freigekommen. Die Zahl der Entlassungen hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert. Damals waren es 122 Gefangene, darunter wie in diesem Jahr elf aus anderen Bundesländern. Die Haftverkürzung gilt für Gefangene in Rheinland-Pfalz, die ohnehin bis zum 6. Januar entlassen worden wären, aber nicht für alle. Wer etwa als Gefährder eingestuft ist, während der Haftzeit wieder kriminell geworden ist oder ausgewiesen werden soll, ist davon ausgeschlossen. Die Gnadenregelung soll es den Gefangenen erleichtern, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. In der Weihnachtszeit ist beispielsweise die Wohnungs- und Arbeitssuche besonders schwierig.

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