Rheinland-Pfalz Am Rande: Ist „Rolph“ mobil oder döst er noch?
„Hi. Ich bin Rolph.“ In Gelb auf Grau begrüßt er einen auf seiner Webseite. Rolph, den Plakate in rheinland-pfälzischen Städten lange angekündigt hatten – die neue Dachmarke für Mobilität in Rheinland-Pfalz. „Rolph“ – der Sympath, der Neue, der Mobile. Ein neuer Mann, ach wie wunderbar! Er will so flexibel sein „wie Taxi Mama und so cool wie ein autonomes Elektromobil“, schreibt er über sich selbst. Und er will am besten einer sein, der alle „per Gedankenübertragung an den richtigen Ort beamt. Zu geringen Kosten ...“ Ein Mann, der alles kann! Und weil es ihn – oh, Wunder! – bislang noch gar nicht gab, „haben sich ein paar kreative Köpfe mich ausgedacht“. Fein. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) höchstpersönlich hat ihn vergangenen Montag präsentiert – alles in allem für ein Werbebudget von 600.000 Euro. Und nun? Auf der Webseite verspricht Rolph, auch persönliche Kundenfragen zur Mobilität zu beantworten. Doch selbst muss er erst noch in Schwung kommen. Für eine Mail brauchte er vier Tage: „Ich werde mir deine Frage gern ansehen. Die beantworteten Fragen kannst du unter rolph.de einsehen. Vielleicht ist deine bald dabei!“ Von wegen – auch dort war sie nicht. Na, prima! So hatten wir uns den Neuen nicht vorgestellt ... | Simone Schmidt