Mainz RHEINPFALZ Plus Artikel 36 Corona-Todesfälle binnen eines Tages

Insgesamt stieg die Anzahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona in Rheinland-Pfalz auf jetzt 644.
Insgesamt stieg die Anzahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona in Rheinland-Pfalz auf jetzt 644.

Auch in Rheinland-Pfalz steigt die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion weiter stark: Das Landesuntersuchungsamt meldete am Freitag 36 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden. Das ist der höchste Anstieg binnen eines Tagen seit Beginn der Pandemie.

Landesweit sind damit seit Inkrafttreten des Teil-Lockdowns Anfang November 350 infizierte Menschen gestorben – das ist bereits jetzt eine deutlich höhere Anzahl an Todesopfern als in der ersten Welle. Insgesamt stieg die Anzahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona in Rheinland-Pfalz auf jetzt 644.

Südpfalz-Klinikum: Aufnahmestopp ausgeweitet

Das Klinikum Landau-Südliche Weinstraße nimmt nun auch in der Intensivstation vorerst keine Patienten mehr auf. Bereits am Donnerstag hatte das Klinikum mitgeteilt, dass es einen Aufnahmestopp für die Normalstationen gibt. Weiterhin aufnahmebereit bleiben hingegen die Covid-Stationen, betont das Krankenhaus. An dem Klinikum sind mittlerweile 16 Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV2 getestet worden. Das Klinikum hat am Freitag entschieden, auch die Intensivstation zumindest bis Samstag als „nicht aufnahmebereit“ zu melden.

Zweifel an Schutzwirkung von Masken an Schulen

Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) fordert rheinland-pfälzische Schulen auf, rund 16.000 ausgelieferte Schutzmasken des chinesischen Herstellers Jiangxi Meilin Kangda sicherheitshalber zu vernichten. Sie würden unverzüglich ersetzt. Die betroffenen Schulen, die das Amt nicht nennen wollte, würden angeschrieben. Auch durch eine Anfrage der RHEINPFALZ sind beim Landesamt Zweifel an der Filterwirkung der Masken aufgekommen. Denn bereits im Juni hatte das Schnellwarnsystem der EU für gefährliche Produkte vor dem entsprechenden Maskenmodell des Herstellers gewarnt. Belgien hatte daraufhin ein Verkaufsverbot verhängt. Laut LSJV waren die ausgelieferten Maskenchargen im April durch den Tüv Nord in ihrer Infektionsschutzwirkung bestätigt worden. Sie sind Teil einer Lieferung von 207.900 Masken verschiedener Hersteller an Schulen.

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