Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel 350 neue Jobs: Zweibrücker Outlet plant „Premium“

Derzeit wird in Zweibrücken umgebaut – für rund 15 Millionen Euro.
Derzeit wird in Zweibrücken umgebaut – für rund 15 Millionen Euro. Archivfoto: cps

40 bis 50 zusätzliche Läden und 350 neue Arbeitsplätze sollen im Fashion Outlet Zweibrücken entstehen. Geplant ist eine Erweiterung der Netto-Verkaufsfläche um 8500 auf 29.500 Quadratmeter.

Der verkaufsoffene Sonntag heute wird es vermutlich belegen: Das Outlet Zweibrücken zieht an starken Tagen schon mal 20.000 Besucher an. Es zieht auch große Namen als Mieter. Alle 120 Geschäfte sind belegt. 18 Jahre nach der Eröffnung wollen die britisch-niederländischen Eigentümer die Fashion Outlets Zweibrücken nun ausbauen. 40 bis 50 weitere Läden und 350 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Modernisierung für 15 Millionen Euro

Mit 1256 Arbeitsplätzen ist das Outlet am Zweibrücker Flugplatz heute der größte Einzelhandelsbetrieb der Pfalz. 2017 kauften die hinter dem Joint Venture Via Outlets stehenden britisch-niederländischen Investoren die Immobilie einem spanischen Fonds ab. Im März begann die auf 15 Millionen Euro Kosten geschätzte Modernisierung. Nach dem für kommendes Frühsommer geplanten Abschluss sollen ein vergrößertes Gastronomie-Angebot, mehr Grün und neue touristische Angebote noch mehr Kunden anlocken. 2018 kamen vier Millionen Besucher, durchschnittliche Verweildauer laut Betreibern: gut dreieinhalb Stunden.

„Premium-Outlet“ geplant

Diesen Sommer, nach dem Ausscheiden des Mitgesellschafters Value Retail (Betreiber der Outlets in Wertheim und Ingolstadt) aus dem Gemeinschaftsunternehmen erklärten die Eigentümer Hammerson und APG, Zweibrücken zu einem „Premium-Outlet“ ausbauen zu wollen. Vergangene Woche wurden die Pläne den Kommunalpolitikern vorgestellt. Die Planung zielt ab auf eine Erweiterung der Netto-Verkaufsfläche um 8500 auf 29.500 Quadratmeter. Der Anbau soll weitere 40 bis 50 Geschäfte ermöglichen.

Via-Zentrale schweigt noch

Offiziell wollte sich die Via-Zentrale in London nicht zum Vorhaben äußern, mit dem Thema Betraute bestätigen aber die Pläne. Der Ausbau sei mit 50 Millionen Euro Kosten kalkuliert. Nachbarkommunen – Pirmasens, Homburg, zuletzt noch Neunkirchen – hatten gegen die ersten Bauphasen des Outlets bis vors Bundesverwaltungsgericht geklagt. Erst drei Jahre nach der Eröffnung im März 2001 war der Rechtsstreit beendet. Grundlage damals war eine Verständigung auf eine maximale Verkaufsfläche von 21.000 Quadratmetern. Eine Erweiterung müsste nun auf eine neue baurechtliche Basis in Einklang mit der Landesplanung gestellt werden.

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