Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Cannabis: Entkriminalisierung dringend geboten

Millionen kiffen in Deutschland: Sie zu kriminalisieren hat zu nichts geführt.
Millionen kiffen in Deutschland: Sie zu kriminalisieren hat zu nichts geführt.

Die Strafverfolgung von Cannabis-Konsumenten ist unverhältnismäßig und unwirksam.

Alkohol ist Deutschlands Volksdroge Nummer eins. Jahr für Jahr sterben Zehntausende allein an den direkten gesundheitlichen Folgen ihres Konsums. Hinzu kommen unzählige Tote durch Unfälle und Gewalt unter Alkoholeinfluss. Alkohol ist damit auch mit Abstand die gefährlichste Droge Deutschlands. Und sie ist völlig legal.

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Cannabis dagegen ist es nicht. Der Konsum als Droge selbst ist zwar seltsamerweise nicht verboten. Aber Cannabis zu besitzen oder es sich irgendwie zu verschaffen, das ist eine Straftat. Wer Cannabis konsumiert, wird also zum Straftäter. Und es sind Millionen Menschen in Deutschland, die Cannabis konsumieren. Ansonsten unbescholtene Bürger werden hier vom Gesetzgeber kriminalisiert. Dabei erreicht die Strafverfolgung ihr Ziel nicht: Der Konsum geht dadurch nicht zurück. Stattdessen sind Polizei und Staatsanwaltschaften gezwungen, jedes Jahr mit einem riesigen Aufwand Abertausende Verfahren zu stemmen, die absehbar eingestellt werden.

Bei Cannabis funktioniert das Betäubungsmittelgesetz nicht. Es lässt aufhorchen, dass nun selbst die Drogenbeauftragte der Bundesregierung – ein CSU-Mitglied – sich dafür einsetzt, den Besitz geringer Mengen zumindest zu entkriminalisieren. Das ist schon lange dringend geboten und könnte mit der nächsten Bundesregierung endlich Wirklichkeit werden.

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