Meinung
Wechsel im Innenministerium: Dreyer setzt auf bewährte Kraft
Fast könnte der Wahlspruch Konrad Adenauers über der jüngsten Personalentscheidung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) stehen: Keine Experimente! Als Nachfolgerin für den schwer erkrankten Innenstaatssekretär Randolf Stich haben Dreyer und der neue Innenminister Michael Ebling Simone Schneider (alle SPD) ausgewählt. Sie ist Juristin und leitet seit sieben Jahren die Zentralabteilung der Staatskanzlei. Dreyer kennt und schätzt ihre Arbeit, weiß, was sie von ihr erwarten kann. Das Innenministerium steht nach dem Rücktritt von Roger Lewentz wegen der schleppenden Aufklärung der Vorgänge während der Ahrflut noch unter verstärkter Beobachtung. Dass gerade jetzt Vorwürfe öffentlich werden, wonach einzelne Polizisten mit rechtsextremen Chats in Verbindung gebracht werden, erhöht die Nervosität. Das ist nicht gut, denn in dem Haus geht es um unser aller Sicherheit.