Rheinland-Pfalz So schützen Sie sich vor Betrügern bei „Kleinanzeigen“
Die Onlineverkaufsplattform „Ebay Kleinanzeigen“ hat seit ein paar Wochen einen neuen Namen: Nach dem Verkauf durch Mutterkonzern Ebay heißt der Online-Flohmarkt nur noch „Kleinanzeigen“. Nicht nur Kundenkontos, Chatverläufe und Bewertung sind erhalten geblieben, auch die alten Probleme mit Betrugsmaschen durch fadenscheinige Nutzer. Daher warnt das LKA Rheinland-Pfalz erneut vor den Methoden der Gauner. Das sind die Maschen, vor denen man sich in Acht nehmen muss:
Käuferschutz-Trick über PayPal
Wer online über den Zahlungsdienstleister Paypal Geld verschicken möchte, hat zwei Optionen: „Waren und Dienstleistungen“ oder „Freunde und Familie“. Letztere bedeutet laut LKA für den Zahlungsempfänger keine Kosten. Allerdings habe der Käufer auch keinen Käuferschutz. Das heißt, dass man sich sein Geld im Zweifelsfalle nicht wieder holen kann, sollte man die Waren nicht erhalten, so das LKA.
Vorsicht bei Verkauf mit „Sicher bezahlen“
Auch „Kleinanzeigen“ selbst hat einen Online-Bezahldienst namens „Sicher bezahlen“. Dort muss man laut LKA als Verkäufer achtsam sein. Die Kriminellen würden angeben einen Artikel kaufen und das Geld über „Sicher bezahlen“ schicken zu wollen. Der Verkäufer erhalte dann eine SMS über einen angeblichen Zahlungseingang mit einem Link zu einer Seite, die der echten „Sicher bezahlen“-Seite sehr ähnlich sieht. Laut LKA werden dort die Kreditkartendaten abgefragt, mit denen die Kriminellen dann Geld erbeuten – in einem Fall sogar mehrere Tausend Euro.
Der Personalausweis-Trick
Auch von einer scheinbar seriösen Absicherung per Personalausweis soll man sich laut LKA nicht in die Irre führen lassen. Täter schicken dabei ein Foto, das mutmaßlich ihren Personalausweis zeigt. Auch hier wird nach Bezahlung nie die Ware verschickt und die vermeintlichen Verkäufer sind danach nicht mehr erreichbar.
So schützt man sich
Das LKA und die Verbraucherzentrale geben Nutzern folgende Tipps an die Hand, um sich vor den Gaunern zu schützen:
- Mit dem Bezahlsystem „Sicher bezahlen“ muss man nicht selbst aktiv werden. Wichtig: Niemals auf Links in SMS oder E-Mails klicken.
- Vorsicht ist bei unwahrscheinlich günstigen Angeboten angesagt und wenn sich diese in einem Shop häufen. Hier gilt es, genauer hinzuschauen.
- Es empfiehlt sich, eine sichere Zahlungsmethode zu wählen und sich nicht zu einer Überweisung in Vorkasse hinreißen zu lassen.
- Auch die Verkaufsplattform „Kleinanzeigen“ hat einige hilfreiche Sicherheitstipps auf ihrer Website zusammengestellt.
- Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Betrug gekommen sein, ist es in jedem Fall ratsam, sich an die zuständige Polizei-Dienststelle zu wenden und Strafanzeige zu erstatten. Dies ist jederzeit auch über die Online-Wache der Polizei Rheinland-Pfalz möglich.
