Im Trend RHEINPFALZ Plus Artikel Streetfood-Festivals in der Pfalz: Handgemachte Leckerbissen auf die Hand

Frische Vielfalt: Bei Streetfood-Festivals wird nach Herzenslust geschlemmt.
Frische Vielfalt: Bei Streetfood-Festivals wird nach Herzenslust geschlemmt.

Was haben Currywurst und Döner gemeinsam? Beide zählen zum Streetfood. Die immer beliebter werdenden Genuss-Festivals mit Imbissständen und Foodtrucks zeigen aber, dass Streetfood weit mehr kann. Auch in der Pfalz werden es immer mehr.

Zwei Fernost-Fans aus Köln brachten die Idee nach Deutschland: Von den Garküchen an den Straßen Thailands inspiriert, konzipierten Till Riekenbrauk und Vincent Schmidt einen Markt eigens für Foodtrucks und Imbissstände jeglicher Art und veranstalteten in ihrer Heimatstadt 2014 das erste Streetfood-Festival Deutschlands. Damals noch eine Herausforderung: „Kaum ein etabliertes Restaurant glaubte an einen reinen Food-Markt. Einige Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sahen trotzdem eine Chance darin, ihre originellen Speisen auf unserem Festival zu verkaufen.“ So konnte es losgehen.

Große Vielfalt internationaler Küchen

Unter dem Begriff Streetfood versammeln sich kulinarische Angebote, die an einem Imbisswagen oder von einer Garküche draußen im öffentlichen Raum – ob an der Straße oder in der Fußgängerzone, auf einem Markt oder Jahrmarkt – auf die Hand serviert werden. Die Bandbreite reicht von der schlichten Brezel über die Currywurst und den Döner bis hin zu ausgefeilten und raffinierten Kreationen.

Streetfood-Festivals zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine große Vielfalt aus internationalen Küchen nebeneinander offerieren. Die Spezialitäten aus aller Herren Länder und kreativen Interpretationen klassischer deutscher Regionalgerichte werden von Meistern ihrer Art vor den Augen der Gäste gezaubert. Für sie habe die handwerkliche und frische Zubereitung der Speisen Verwendung von Convenience-Produkten oberste Priorität, betonen die Kölner Vorreiter denn auch auf street-food-festival.de.

Beliebt: internationale Spezialitäten.
Beliebt: internationale Spezialitäten.

An Teilnehmern mangelt es ihnen heute nicht mehr. Das Konzept ist so gut angekommen, dass allein Riekenbrauk und Schmidt eigenen Angaben zufolge bundesweit gut 160 Festivals realisiert haben und mit ihrem Team im Schnitt 30 bis 35 Veranstaltungen pro Jahr stemmen, unter anderem in Karlsruhe, Mainz, Kaiserslautern und Heidelberg. Dem Zeitgeist gemäß wurde zudem nachgebessert: Das „Original“, wie die Kölner Veranstalter ihr Angebot nennen, ist inzwischen plastikfrei und hat den Klimaschutz im Blick. Vielleicht auch der wachsenden Konkurrenz wegen. Längst haben sie nämlich Mitbewerber.

Streetfood-Festivals in 23 Städten veranstaltet etwa die Agentur „Tat & Drang“ aus dem saarländischen Neunkirchen und verspricht „einen Mix aus Festivalfeeling und Urlaubsstimmung“, der bei den Besuchern für gute Laune sorge, wirbt Geschäftsführerin Nathalie Harbig auf www.foodfestival.de. „Vertreten sind Deutschlands beste Street-Food-Artisten im gemütlichen Ambiente der schönsten Locations der jeweiligen Stadt“ – etwa am Rheinufer in Ludwigshafen.

Schummeltag in Haßloch

Seit 2017 touren außerdem „Schummeltag Street Food Festivals“ durch Süddeutschland (www.schummeltag-streetfood.de) mit Tourstopp beispielsweise in Haßloch. „Von exotischen Burgern, Tornadokartoffeln, afrikanischen Spezialitäten bis hin zu bunten Donut-Bällchen, spanischen Churros oder Bubble Waffles haben wir alles für euch mit dabei“, so Geschäftsführerin Stefanie Keller aus dem schwäbischen Burgau.

Die Gäste erwarten übrigens bei allen Schlemmer-Sausen auch Getränke und Cocktails, Livemusik und Kinderunterhaltung – und manchmal überdachte Sitzmöglichkeiten.

Termine in der Pfalz und der benachbarten Region

  • Worms: 3.-5.5., Fr 17-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 12-18 Uhr, Kastanienallee, Eintritt frei, 35 Anbieter, überdachte Sitzmöglichkeiten, Live-Musik, Cocktailbar und Chillout Lounge, streetfood-tour.de
  • Saarbrücken: 3.-5.5., Fr 17-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr, Bürgerpark, 4 Euro fürs Wochenende, Kinder frei, mit „Deutschlands besten Streetfood-Artisten“, Street-Art-Künstlern und Live-Musik, foodfestival.de, www.saarbruecken.de
  • Haßloch: 3.-5.5., Fr 16-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 11-19 Uhr, Jahnplatz, Eintritt frei, mit Live-Musik, Hüpfburg und Malecke, Eintritt frei, schummeltag-streetfood.de, hassloch.de
  • Eisenberg: 4./5.5., Sa 15 Uhr, So 12 Uhr, Marktplatz, mit Mobilitäts- und Wirtschaftsmarkt, www.donnersberg-touristik.de
  • Alzey: 24.-26.5., Obermarkt, Infos: rheinhessen.de/e-street-food-festival-5
  • Deidesheim: 25./26.5., Sa 14-22 Uhr, So 12-20 Uhr, Weingut Reichsrat von Buhl, Infos: von-buhl.de/events/
  • Speyer: 31.5.-2.6., Fr 16-22 Uhr, Sa/So 12-18 Uhr, Maximilianstraße, während der Leistungsschau, Eintritt frei, Infos: street-food-music.de (noch in Planung)
  • Mainz: 7.-9.6., Fr 16-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr, Rheinpromenade, Infos/Tickets (4 Euro): street-food-festival.de und Tageskasse
  • Ludwigshafen: Streetfood-Meile auf dem Rheinuferfest, 28.-30.6., mit Kinderprogramm, Eintritt frei, foodfestival.de, lukom.com/events/rheinuferfest/
  • Bad Dürkheim: 8.-11.8., Salinen, Infos: street-food-market.de (noch in Planung)
  • Karlsruhe: 30.8.-1.9., Fr 16-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr, Festplatz, angeleinte Hunde willkommen, Tickets (4 Euro): street-food-festival.de/karlsruhe und an der Tageskasse
  • Grünstadt:11.-13.10, Innenstadt, www.wf-gruenstadt.de/veranstaltung/ (noch in Planung)

Weitere Streetfood-Festival-Termine: food-festivals.com

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