Pfalz Wirbelsturm „Harvey“: BASF drosselt Produktion in Texas auch in Großanlagen
Die verheerenden Überschwemmungen durch den Wirbelsturm „Harvey“ in Texas zwingen den Chemiekonzern BASF jetzt zur Drosselung der Produktion in seinen Großanlagen Freeport und Port Arthur. In einer überfluteten Fabrik der französischen Chemiefirma Arkema nordöstlich von Houston kam es am Donnerstag zu zwei Explosionen. Bei dem Unglück wurde ein Mensch verletzt. Die Anzahl der Todesopfer durch die immer noch anhaltenden Regenfälle stieg auf mindestens 35. Rund 32.000 Menschen wurden obdachlos. Der Petrochemiekonzern Arkema, der auch einen kleinen Standort mit neun Mitarbeitern in Kirchheimbolanden betreibt, hatte vor den Explosionen mitgeteilt, dass in seinem Chemiewerk in Crosby das Wasser fast zwei Meter hoch stehe. Kühlanlagen seien ausgefallen. Dort gelagerte Chemikalien würden sich erwärmen und zu Explosionen führen. Der Rauch reize Haut, Augen und Lunge. US-Behörden bezeichneten den Qualm als sehr gefährlich.
Standorte Freeport und Port Arthur betroffen
Die Ludwigshafener BASF musste wegen der Überschwemmungen in den vergangenen Tagen bereits Büros mit 350 Mitarbeitern in der Millionenmetropole Houston schließen und drei kleinere Betriebe mit 209 Beschäftigten in Beaumont, Bishop und Pasadena herunterfahren. Jetzt sieht sich das Unternehmen nach Angaben einer Sprecherin auch gezwungen, an seinen beiden großen Standorten in Texas zu reagieren. Am Verbundstandort Freeport mit 900 BASF-Mitarbeitern sowie zusätzlich 800 Beschäftigten von Fremdfirmen wurden einige Anlagen wegen Engpässen bei der Rohstoffversorgung heruntergefahren. Der große Steamcracker in Port Arthur mit 300 Mitarbeitern musste die Produktion drosseln.