Saarland RHEINPFALZ Plus Artikel Umzugsprämie für Pfälzer: Rehlinger fordert Arbeitsminister Schweitzer zum Duell

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Die Zeiten sind ernst genug. Erst Corona, dann der Überfall auf die Ukraine. Da tut es gut, sich mal mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu befassen. Zum Beispiel mit der Liebe zwischen Saarländern und Pfälzern. Was sich neckt, das liebt sich ja.

Kaum im Amt, hat die neue saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger genau den Nerv getroffen. In ihrer ersten Regierungserklärung tauchte das Stichwort auf: Umzugsbonus. Einen solchen stellte sie jedem in Aussicht, der ins Saarland zieht. Der Grund: Das Saarland hätte gerne wieder eine Million Einwohner und Betriebe suchen inständig Fachkräfte.

„Dibbelabbes und Maggi“ als Prämie

Die RHEINPFALZ vermeldete sofort: Saarland lockt Pfälzer mit Umzugsprämie an die Saar. Die Reaktionen im Netz auf die Frage, was das Saarland bieten müsste, ließen nicht lange auf sich warten. Von „im Leewe nitt“ bis „Dibbelabbes und Maggi“ war alles dabei. Die ARD machte daraus den „Gag des Tages“, illustriert mit einem Ringel Lyoner, den eine saarländische Familie mit einer Angel über die Gartenhecke hält, um eine pfälzische Familie ins gelobte Saarland zu locken.

Rehlinger hellauf begeistert

Anke Rehlinger zeigte sich von den Reaktionen hellauf begeistert. So viel Werbung fürs Saarland hätte die Regierung niemals schalten können, wie die Berichterstattung an Aufmerksamkeit für ihr kleines Bundesland ausgelöst habe. Am besten, so Rehlinger augenzwinkernd, gefalle ihr der Vorschlag „ein Stubbi und einen Schwenker täglich“ für Umzugswillige. Auf die Frage der RHEINPFALZ, was das Saarland tatsächlich anbiete, antwortete sie mit einer Einladung an den Reporter. Gerne würde sie ihn, so Rehlinger, „in einem persönlichen Gespräch von den Vorzügen des Saarlandes überzeugen“ und zu einem Umzug bewegen. Der Reporter denkt darüber nach.

Ernsthaft erläuterte sie dann, wie sie sich die Umzugsprämie vorstellt. Menschen, „die hierherziehen wollen“, denen sollen „die Umzugskosten großteils“ vom Arbeitgeber erstattet werden, und die Landesregierung gebe auch noch was dazu.

Schweitzer zählt Vorzüge von Rheinland-Pfalz auf

Schnell bekam der Arbeitsminister von Rheinland-Pfalz Wind von dem Lock-Angebot der lieben Nachbarn. Alexander Schweitzer, wie Rehlinger Sozialdemokrat, konterte sofort und zählte die Vorzüge von Rheinland-Pfalz auf: „Weinberge, Wanderwege und traumhafte Wälder“. Auch die kostenlose Bildung „vom zweiten Lebensjahr bis zur Hochschule“ sei ein Anreiz für junge Menschen und Arbeitskräfte, nach Rheinland-Pfalz zu kommen – oder hier zu bleiben.

Spektakel auf einem Sportplatz an der Grenze

Rehlinger nahm Schweitzers Konter sofort auf und forderte ihn zu einem sportlichen Duell heraus: „Ich wähle die Sportart und Du den Sportplatz!“ Vorsicht, Falle! Doch irgendjemand muss Schweitzer gesagt haben, dass Rehlinger sowohl im Kugelstoßen als auch im Diskuswurf noch Rekorde hält. Deshalb schlägt der 2,06 Meter große Mann vor, lieber Basketball gegen Rehlinger zu spielen – und sich anschließend sportlich fair darüber auszutauschen, „wie wir unsere Bundesländer für Umzugswillige wie auch für Fachkräfte attraktiv halten“. Tatsächlich stehen der Pfälzer Schweitzer und die Saarländerin Rehlinger schon in Kontakt, um den Zeitpunkt des sportlichen Wettkampfs festzulegen. Das Spektakel wird auf einem Sportplatz irgendwo im saarpfälzischen Grenzland zu erleben sein. Darauf ein Stubbi und einen Schwenker!

Alexander Schweitzer, der Große in der Mitte und Pfälzer Minister, bekennt sich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neunkirchen
Alexander Schweitzer, der Große in der Mitte und Pfälzer Minister, bekennt sich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neunkirchen zu »echter Saarlandliebe«.
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