Pfalz Sarotti-Mohr im Mannheimer Capitol: Entscheidung gefallen

Die nostalgische Leucht-Werbung von 1918 darf bleiben, wird aber von einem Kreativteam verändert, um klar Position gegen Alltags
Die nostalgische Leucht-Werbung von 1918 darf bleiben, wird aber von einem Kreativteam verändert, um klar Position gegen Alltagsdiskriminerung zu beziehen.

In der Diskussion über den Sarotti-Mohr, der im Mannheimer Veranstaltungshaus Capitol als historische Leucht-Reklame von 1918 hängt, aber als rassistisch kritisiert wurde, ist jetzt eine Entscheidung gefallen. Das Capitol will die Werbeanlage über der Bar belassen und künstlerisch umgestalten, wie das Haus am Mittwochvormittag mitteilte. „Die Sarotti-Figur wird weiterhin gezeigt, ihre Haltung wird aber verändert“, heißt es in der Mitteilung. „Sie soll zum Symbol für unseren Wunsch werden, mit unseren Gästen dauerhaft im Gespräch zu bleiben. Eine Irritation des Betrachters ist hier gewünscht und beabsichtigt, diese soll den Dialog anregen. Wie genau die veränderte Haltung aussehen wird, werden wir in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit mit unserem Kreativteam erarbeiten.“

Alltagsrassismus sichtbar machen



Unzweifelhaft gebe es in der Gesellschaft Alltagsdiskriminierung, aber kaum eine Möglichkeit, darüber ins Gespräch zu kommen. Wie unvereinbar die Positionen dazu seien und in welcher Heftigkeit sie aufeinander getroffen sind, sei erschreckend, heißt es in der Mitteilung weiter. Bei der Entscheidung habe man sich nicht nach der Meinung der Öffentlichkeit oder der Betroffenen gerichtet, sondern danach, wie man das Thema Alltagsrassismus sichtbar machen und ins Bewusstsein der Gäste bringen könnte.

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